Viel Rot und herzhaftes Brot

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Der Schlauchturm bot einen prima Überblick über Fahrzeugschau, Übungen und das übrige Geschehen zum Tag der Sicherheit auf dem Urberacher Festplatz.

Urberach (chz) - Hochbetrieb auf dem Festplatz: einen Tag lang demonstrierten die Urberach Feuerwehr, Hilfsorganisationen oder Initiativen ihre Angebote zum Thema Sicherheit. Ob Rettungsdienst, Polizei oder Feuerwehr, ob Sicherheitssysteme oder Präventionsarbeit.

Wer Lust und Zeit hatte, konnte sich hier gut informieren. Die jüngeren Besucher standen manchmal mit offenem Mund bei den Vorführungen, etwa wenn ein Helfer des Roten Kreuzes an einer Puppe die Herz-Lungen-Wiederbelebung demonstrierte - anstrengend, aber manchmal lebensrettend und für jeden erlernbar. Zugleich gewährten das DRK Einblick in seinen technischen Betreuungswagen, der alles beinhaltet, was etwa an unbeleuchteten Einsatzorten nötig ist.

Anfassen erlaubt – nicht nur deshalb sind die Tage der Offenen Tür bei der Feuerwehr bei den jüngsten Besuchern immer sehr beliebt. Foto: Ziesecke

Über eine hohe Akzeptanz freuten sich die Initiative „Bürger für Sicherheit“ und die Mitarbeiter am Stand, der das Ringmaster-System vorstellte. Knapp 2 000 Teilnehmer mit jeweils mehreren Familienmitgliedern sind ans Warn-Telefon der Polizeiwache Dietzenbach angeschlossen. Nach neun Jahren ein durchaus guter Wert, sagten Hamdi Helms von der Initiative und Günther Braun vom Ordnungsamt. „Im Moment warnen wir vor falschen Interviewern, die sich unter dem Deckmantel der Bürgerbefragung Zutritt zu Wohnungen und zu Informationen beschaffen.“

Sicherheit – das heißt für Kinder, sich im Straßenverkehr auszukennen und weder sich noch andere zu gefährden. Dafür hatte die Jugendverkehrsschule der Polizei einen Parcours aufgebaut, auf dem die kleinen Radler ihre Verkehrstüchtigkeit unter Beweis stellen konnten.

Bilder vom Tag der Feuerwehr

Tag der Feuerwehr

Großes Interesse weckte der Firma Compact Feuerschutz: Sie erläuterte nicht nur die verschiedenen Typen von Feuerlöchern, sondern gab auch Tipps, an wen man sich mit einem veralteten oder TÜV-fälligen Gerät wenden kann.

Und mitten drin warb natürlich die Freiwillige Feuerwehr Urberach um Aufmerksamkeit. Die Jugendfeuerwehr stand im Mittelpunkt und hofft neue Kameraden zu finden. Sie hatte auch ihren großen Auftritt bei der Schauübung: In einer Wanne brannte lichterloh ein eigens gebautes Holzhaus, das von neun Mitgliedern der Jugendwehr aus drei „C-Rohren“ gelöscht wurde. „Das sind grundlegende Arbeiten, die jeder Feuerwehrmann und jede Frau aus dem FF können muss“, erläuterte Pressesprecher Christoph Prenzel.

Derweil gab’s für alle, die vom Zusehen allein schon hungrig geworden waren, kräftige Verpflegung aus der Feuerwehr-Küche: allein 400 Schnitzel und 500 Brat- und Rindswürste fanden ihre Abnehmer, dazu Pommes und Kuchen in Hülle und Fülle.

Für die Jugendkasse der Urberacher Wehr gebacken

Gleich nebendran konnten Hungrige „Florians-Brot“ probieren. Die Bäckerei Löbig backt es nach einem speziellen Rezept und verkauft den Laib für 2,80 Euro. 20 Cent fließen in die Jugendkasse der Urberacher Wehr.

15 Brote waren im Nu ausverkauft, doch alle zu spät Gekommenen müssen nicht traurig sein: Das vollmundige, urige Brot, nach dem Schutzheiligen der Feuerwehr benannt, ist seit gestern auch in der Bäckerei Löbig zu kaufen. „Wir wollen den Jugendlichen damit auch zeigen, was Gemeinschaft bedeutet“, unterstrich der Bäcker, der selbst Feuerwehrkamerad ist.

Quelle: op-online.de

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