Viel Spaß und noch mehr Arbeit

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André Pradl, der Leiter der Stadtranderholung (im weißen Hemd), und ein Teil seines Teams trafen sich schon zur ersten Besprechung der diesjährigen Ferienspiele der St. Nazarius-Gemeinde. An diesem Abend waren nur vier Mädchen dabei, aber das ändert sich erfahrungsgemäß noch in den nächsten Wochen.

Ober-Roden (chz) ‐ Das neue Motto unterliegt noch strengster Geheimhaltung, aber die bewährte Struktur bleibt gleich und ist bekannt: Rund 35 großteils schon erfahrene Teamer und Freizeitleiter André Pradl planen die Stadtranderholung der St. Nazarius-Gemeinde zu Beginn der Sommerferien vor.

Viel Spaß, aber auch sehr viel Arbeit kommt auf die Ehrenamtlichen zwischen 16 und 35 Jahren zu - der Spaß äußerte sich schon in der guten Laune beim ersten Treffen des harten Kerns.

Die Arbeit wurde allen spätestens bei Pradls Checkliste und beim Festlegen der Termine deutlich. An der Vorplanung beteiligen sich alle Betreuer - mal mit Erfahrungswerten aus den letzten Jahren, mal mit Anregungen. „Richtig ernst wird's erst etwa vier Wochen vor dem Start - dann fahren wir ein Wochenende lang alle zusammen zu unserem früheren Kaplan Christof Mulach und machen den Feinschliff, proben Spiele und verteilen Aufgaben“, freut sich der 20-jährige Freizeit-Chef jetzt schon.

Die härteste Arbeit dürfte wieder Auf- und Abbau sein, wobei jedoch altgediente Teamer und andere Gemeindeglieder helfen: Schließlich muss binnen drei Tagen eine Wiese mitten im Wald zu einer Zeltstadt werden, und die Rückverwandlung muss sogar in einem Tag geschehen - egal bei welchem Wetter. Das Material stellt weitgehend die Kolpingsfamilie zur Verfügung, in deren Materiallager es am 17. April für das Team auch schon mit dem großen Schuppenräumen losgeht; die Vorauskosten legt die Kirchengemeinde aus, bis die Teilnahmegebühren eingegangen sind.

Manchmal gibt`s Pizza oder einen Kasten Getränke als Spende

Strukturiertes Vorbereiten ist kein Problem für André Pradl - als angehender Banker, der zur Zeit seine Ausbildung zwischen BA Rhein-Main und Commerzbank macht, klappt das reibungslos. „Das Wichtigste ist, dass wir selber viel Spaß haben, denn sonst ist die viele Arbeit nicht gut zu bewältigen.“ Daran fehlt‘s der Truppe nicht.

Zum Spaß tragen auch die sieben Küchenfrauen bei. Pradl: „Sieben sind auch bitter nötig, schließlich sind immer 160 Kinder gleichzeitig zu versorgen.“ Erholung für die Küche gibt's nur bei den Ausflügen der Kinder nach Steinau an der Straße und nach Münster ins Hallenbad.

„Wir haben zwar zusammen viel Spaß, aber danach sind wir alle platt. Schließlich sind alles Ehrenamtliche - Schüler, Studenten und Berufstätige, die oft dafür und manche auch danach dann erst einmal Urlaub nehmen“, weiß André Pradl aus Erfahrung. Als Dankeschön für die verantwortungsvollen Betreuer, die auch Rot-Kreuz-Ersthelfer unter sich haben, gibt's manchmal auch eine Pizza oder einen Kasten Getränke als Spende von Eltern oder der Gemeinde. Wie gut die Gemeinschaft funktioniert, zeigte sich etwa letztes Jahr, als alle Teamer geschlossen zum Dieburger Schlossgartenfest fuhren. „Vor allem aber wünschen wir uns gutes Wetter“ - das wäre dann der erste große Unterschied zu den vergangenen Jahren.

Quelle: op-online.de

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