Viele Eltern opfern ihren Urlaub

Tatkräftige Langzeithilfe bekommen bei der Projektwoche der Schule an den Linden auch die „Spatzenfreunde“. Die Kinder pflanzen auf den Grünflächen zwischen den Pavillons Sanddorn, Kornelkirsche und Schmetterlingsstrauch, damit die Vögel Futter finden.

Urberach (chz) ‐ Fünf Tage lang noch lieber als gewöhnlich in die Schule gehen, und am Samstag dann gleich freiwillig noch einmal – im schulischen Sprachgebrauch nennt sich so etwas Projektwoche, ist ein großes Vergnügen für die Kinder und ein immenser Organisationsaufwand für die Lehrerschaft.

30 Projekte - vom Hexentanz bis zur Backstube und vom Papierflieger bis zur Zeitung standen in der Schule an den Linden zur Wahl. Alleine könnte das Kollegium dies nicht stemmen, aber dank vieler Helfer aus Förderverein, Elternschaft oder Freundeskreis ist für jeden Schüler etwas dabei. Einen großen Anteil haben auch Rödermärker Vereine: ob MTV, KSV oder Viktoria Urberach, ob der TSC oder die Schwimmsportgemeinschaft – alle haben Übungsleiter bereitgestellt, die den Lehrkräften zur Seite stehen.

Die Lehrerinnen Miriam Oger und Rita Groß-Grevenbroich etwa arbeiten seit Jahren mit der SSG zusammen. Anne von Soosten-Höllings und Sohn Aaron warten jeden Morgen schon im Badehaus auf die 33 Kinder, die von einer Mutter, Jutta Catta, begleitet werden und unter denen 14 Nichtschwimmer sind, und ertüchtigen sie beim Trockentraining auf der Wiese oder im Wasser. Unterstützung von Profis bekommt etwa auch die „Malerwerkstatt“ der Lehrerin Julia Eckstein, die - begleitet von Uta Weber - mit ihrer Gruppe per S-Bahn sogar zu Designerin Yvonne Rebmann nach Nieder-Roden fährt.

Bällen, Leibchen, Pylonen und Hütchen

Ausschließlich von „Externen“ wird das Projekt Fußball getragen: Initiator Michael Saak ist ebenso wie Stefan Osontos Jugendtrainer bei Viktoria Urberach; beide haben sie ihre Ehefrauen mit ins Boot geholt, dazu auch Schwiegervater Rudolf Dreja. Sie alle mussten ebenso wie der ebenfalls ehrenamtliche Betreuer Hüseyin Mercan ihre Arbeit umplanen oder sogar Urlaub nehmen wie etwa Stefanie Saak. Dafür sind die jung-Kicker wahrlich profihaft betreut: für das benötigte Material bis hin zu 30 Bällen, Leibchen, Pylonen und Hütchen hat der Verein gesorgt, und am Dienstag kam sogar das Bambini-Mobil des Hessischen Fußballverbandes.

Rektor Thomas Pohl, der mit zehn Schülern das ProWo-Café leitet, zeigt sich ausgesprochen glücklich über diese komfortable Lage. „Das gesamte Kollegium ist ohnehin gerne dabei, aber inzwischen bieten viele Eltern schon von sich aus Projekte an. Die Unterstützung durch die Vereine ist groß – zum Kollegium kommen derzeit rund 40 weitere Betreuer dazu. Am Samstag übernehmen die Eltern auch die gesamte Bewirtung – dann unterstützen uns rund 70 externe Helfer.“ Von 10 bis 14 Uhr präsentieren die Kinder ihre Projekte.

Quelle: op-online.de

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