Stadt und Seniorenbeirat starten umfangreiche Analyse / Vertraulichkeit ist gesichert / Zunächst 100 Fragebögen 

Viele Fragen zum Leben im Alter

Rödermark - (bp) Nächste Woche flattern 100 ausgewählten Rödermärker Haushalten die Bögen zur städtischen Befragung der Generation 50+ ins Haus. Die Kern-Frage der Aktion lautet: Wie möchte diese Klientel künftig in Rödermark leben? In einer zweiten Stufe werden dann nochmals 1 000 Fragebogen versandt. Bis Ende dieses Jahres sollen sie ausgewertet sein.

Urheber der streng vertraulich behandelten Analyse sind die Stadt und der Seniorenbeirat. Dieser war maßgeblich an der Gestaltung der Fragebögen beteiligt. Unterstützung erhielt der Fachabteilungsleiter Senioren, Wolfgang Geiken-Weigt, von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Marianne Waldmann. Gestern wiesen sie zusammen mit dem Seniorenbeiratsvorsitzenden Heinz Weber während der Magistratspressekonferenz auf den Auftakt der Initiative hin.

Themen der Befragung werden demografische und sozialstrukturelle Daten, die Wohn- und Lebenssituation sowie der Bereich Gesundheit und Pflege sein. Die Daten werden mit einem Fragebogen erhoben, der eine gemischte Fragestellung sowohl quantitativ als auch qualitativ enthält. Die Anonymität ist dabei gewährleistet.

Mit Hilfe dieser Befragung soll schließlich ermittelt werden, wie sich die über Fünfzigjährigen ihr Leben und Wohnen im Alter in einer veränderten Lebenssituation, etwa bei Pflege-, Hilfebedürftigkeit vorstellen. Die Stadt braucht diese Daten, um reagieren zu können.

Gefragt wird zum Beispiel nach der Wohnsituation: Wie würden Sie die Wohn- und Lebenssituation in Ihrem Stadtteil einstufen? Ist Ihre Wohnung / Ihr Haus barrierefrei? Wie gut sind Angebote in Ihrer Wohnumgebung erreichbar? Welche Serviceleistungen für alte Menschen und Menschen mit Behinderung sollten darüber hinaus angeboten werden? Könnten Sie sich vorstellen, bei Bedarf später einmal in eine andere Wohnform umzuziehen?

Thema im Fragebogen sind auch soziale Beziehungen und Kontakte: Wie gut ist der soziale Zusammenhalt in Ihrem Wohnviertel / Stadtteil? Gibt es Personen außerhalb Ihres Haushalts, an die Sie sich, wenn Sie Hilfe brauchen, wenden könnten?

Abgefragt wird auch die Mobilität (Fahren Sie noch Auto?) und welche Verbesserungen in Sachen Verkehrsanbindung gewünscht werden. Breiten Raum nimmt das Thema Gesundheit und Pflege ein: Welche Angebote fehlen? Der demografische Wandel ist im vollen Gange. Auch in Rödermark werden die Bürger immer älter. Nach Angeben des Statistischen Bundesamtes ist im Jahr 2050 jeder dritte Mensch älter als 65 Jahre. Zehn Prozent werden das 80. Lebensjahr erreicht haben und mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent pflegebedürftig sein. Die Zahl der pflegenden Angehörigen wird sich dramatisch verringern, da die Gruppe der Kinderlosen und Kinderarmen wächst.

Quelle: op-online.de

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