Viele Gäste gratulierten dem FC Viktoria

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Seit 65 Jahren halten sie ihrem Verein Viktoria Urberach die Treue: Walter Faust, zweimal Erhard Herdt, Oskar Berkthold, Edi Gensert und Willi Weiland.

Urberach - (chz) „Wer mit 100 Jahren so viel Sport betreibt, kann nicht wirklich alt sein!“ Erster Stadtrat Alexander Sturm drückte das aus, was viele am Samstag bei der akademischen Feier des FC Viktoria Urberach erleben konnten.

Eine Vielzahl langjähriger Mitglieder des FC Viktoria, eine frisch vom Training kommende erste und zweite Mannschaft sowie zahllose prominente Gratulanten zeigten den Stand der Viktoria auf der sportlichen Bühne in Rödermark.

Ein Trikot mit allen Unterschriften der ersten Mannschaft erhielt Willi Groh (links) von Dietmar Erck und Werner Braun überreicht.

Für den Verein nahmen Präsident Werner Braun und Präsidiumsmitglied Dietmar Erck die hohe Ehren entgegen, darunter die Silberne Ehrenplakette des Landes Hessen, überreicht von Margot Süß, die Ehrenurkunde des Sportkreises, mitgebracht vom Sportkreisvorsitzenden Peter Dinkel und eine Urkunde des Fußballkreises vom stellvertretenden Kreisfußballwart Klaus Naumann. Die Reihe der Glückwünsche erstreckte sich von Stadtverordnetenvorsteherin Maria Becht bis zu Dieter Hüllmandel als Vertreter der örtlichen Vereine und vielen guten Wünschen und Gedichten von befreundeten Vereinen wie KSV, TS oder Germania.

Ein besonderes Vergnügen bereiteten die frisch geehrten „60-jährigen“ Vereinsmitglieder den Gästen im Saal: Spontan dirigiert vom ehemaligen Vorsitzenden Edmund Weiland, sangen sie aus voller Kehle das „Viktoria-Lied“. Die Jubilare erhielten dafür stehende Ovationen vom mitsingenden Publikum.

In seiner Laudatio gab Präsident Werner Braun einen kurzen Abriss der Vereinshistorie, untermalt von historischen Fotos auf der Leinwand und musikalisch umrahmt von der Gesangsgruppe „Kurz & bündig“. Braun mahnte für die Zukunft erneut den dringenden Platzbedarf bei der Stadt an, brachte aber auch mit großen Namen wie etwa Oskar Lotz und Otmar Groh, die es sogar bis in die B-Nationalmannschaft gebracht hatten, die Vergangenheit immer wieder ins Gespräch. Schließlich kamen alle im Saal anwesenden Endspielteilnehmer beim Hessenpokal 1958 auf die Bühne: Günther Dutiné, Reinhold Gensert, Oskar Lotz, Reinhard Nostadt und Heinz Sturm wurden von den Gästen im Saal stürmisch gefeiert und Braun freute sich, dass auch im Jubiläumsjahr 2009 drei Viktoria-Mannschaften an der Spitze ihrer Tabellen stehen und die Meisterschaft kurz vor dem Festwochenende des Vereins holen können.

Den langen Ehrungsmarathon, der den FC Viktoria als echten Volksverein kennzeichnete, eröffnete eine besondere Auszeichnung. Für 75 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurde der fast 90-jährige Willi Groh ausgezeichnet, der - begleitet von seiner Tochter - die Ehre sichtlich stolz und bewegt entgegennahm „und der heute noch, wann immer es geht, bei allen Spielen unserer ersten Mannschaft dabei ist“, wie sich Präsident Braun freute.

Für 70 Jahre Treue erhielten Wendelin Herdt, Heinz Becker und Hans Jäger Präsentkörbe, Urkunden und Nadeln, ebenso Walter Faust, Anita Rink, Erhard Herdt, Erhard Herdt II, Oskar Berkthold, Edi Gensert und Willi Weiland für 65 Jahre. 60 Jahre bereits im FC Viktoria sind Helmut Berkthold, Josef Berkthold, Erich Braun, Heinz Braun, Oskar Braun, Günter Catta, Heinrich Catta, Richard Catta, Franz Deisler, Günther Dutiné, Gottfried Gensert, Reinhold Gensert, Helmut Hardt, Gottfried Hein, Reinhold Huder, Rudolf Huder, Alois Janowski, Oskar Lotz, Winfried Lotz, Karl Mickler, Erich Nostadt, Reinhold Nostandt, Heinrich Obertür, Kurt Rügemer, Helmut Schwarzkopf, Michael Spamer, Günter Sulzmann, Heinz Sturm, Otto Sturm, Ernst Sulzmann, Robert Wörner. Für eine gelungene Spontaneinlage sorgte der ehemalige Vorsitzende Edmund Weiland, der die „60-Jährigen“ - fast alle früher aktive Spieler der ersten Mannschaft - zu einem Chor ermunterte, der schallend das Viktoria-Lied sang und das Publikum im Saal zu stehenden Ovationen mitriss. Daran schloss sich die Ehrung der Mitglieder an, die 50, 40 und 25 Jahre dem Verein treu sind.

Quelle: op-online.de

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