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Ihr großer Schreibtisch spiegelt die Vielfalt ihrer Aufgabenbereiche wider: Fachbereichsleiterin Edith Itta in ihrem Büro im ersten Stock in der Trinkbrunnenstraße 10. Ihr Terminkalender ist prall gefüllt.

Ober-Roden - Im Hintergrund arbeitet sie, doch in einer bewusst als familienfreundlich beworbenen Stadt hat sie eine ausgesprochen wichtige Rolle inne: Edith Itta, seit März Leiterin des Fachbereichs 4, Kinder, Jugend und Senioren und damit direkt Bürgermeister Roland Kern als Sozialdezernent unterstellt. Von Christine Ziesecke

Sie leitet zugleich die Fachabteilung Kinder und ist damit sowohl Chefin als auch direkte Kollegin von Andreas Jacobsen, dem Leiter der Abteilung Jugend, und Wolfgang Geiken-Weigt, dem Leiter der Abteilung Senioren.

27 Jahre war sie zuvor beim Evangelischen Regionalverband Frankfurt tätig, in dem die Kirchengemeinden und Dekanate zusammengeschlossen sind und der neben der Verwaltung vielfältige Aufgaben in den Bereichen Bildung, Diakonie, Seelsorge und Beratung, Jugendarbeit sowie Migrations- und Flüchtlingshilfe hat. „Das merke ich hier deutlich, dass ich auf diese Erfahrungen zurückgreifen kann“, freut sich Edith Itta.

Edith Itta kümmert sich um fehlende Schulbetreuungsplätze

Ihr neues Arbeitsfeld in Rödermark ist groß, so setzt sie erst einmal Schwerpunkte. In ihrer Aufgabe als Leiterin der Abteilung Kinder etwa fehlende Schulbetreuungsplätze. Nach einigen Kraftakten entwickelt sich die Situation zufrieden stellend. „Wir gehen davon aus, dass wir nicht nur in Urberach, sondern auch in Ober-Roden alle Kinder unterbringen können, notfalls mit einem Taxiservice nach Urberach.“ Schule, Förderverein, Hort und Vereine und Verbände möchte sie gerne enger vernetzen.

Bei den Planzahlen zur Betreuung der Kinder unter drei Jahren steht ein konkreter Arbeitsauftrag des Magistrats an, „wobei wir davon ausgehen, dass 35 Prozent längerfristig nicht ausreichen werden“. Das Konzept sieht die Unterstützung freier Träger beim Ausbau ihrer Plätze vor.

ZUR PERSON :

Edith Itta wohnt in Sachsenhausen und hat eine 26-jährige Tochter und einen 14-jährigen Sohn.

In ihrer Freizeit begleitet sie Mann und Sohn zu Musikworkshops oder wandert.

In der Wandergruppe der Naturfreunde Frankfurt findet sie Ruhe und Entspannung von der Arbeit in Rödermark.

Als Fachabteilungsleiterin möchte Edith Itta jeden Bereich auf der bestehenden guten Grundlage weiterentwickeln. Gerade in einer bewusst als familienfreundlich beworbenen Stadt sieht sie großes Potential in einer vernetzten Zusammenarbeit aller Generationen. „Wir unterstützen da eine stärkere Zusammenarbeit, wie sie jetzt schon in Ansätzen etwa beim Generationensommer in der Erprobungsphase ist.“ In den Schulen kann sich Edith Itta gut vorstellen, dass die ehrenamtlichen Job-Mentoren beim Schwerpunkt Berufswegeplanung vermehrt aus dem Kreis erfahrener Senioren kommen, die berufliche Erfahrung und Wissen weitergeben können. „Vom hiesigen Seniorenbeirat bin ich total begeistert; er arbeitet engagiert und strukturiert.“

Planungsschwerpunkt: Jugendzentrum in Urberach

Im Jugendbereich ist neben der Berufswegeplanung vor allem das fehlende Jugendzentrum in Urberach ein Planungsschwerpunkt. Ein bauliches Konzept wird demnächst dem Magistrat vorgelegt werden. Glücklich ist sie über Projekte wie Kinderwaldstadt oder Kinder- und Jugendfarm. „Langfristig ist das aber nicht über ehrenamtliche Arbeit zu leisten, auch dafür brauchen wir Konzepte, um letztlich auch die Öffnungszeiten ausweiten zu können.“

Einen Einstieg dazu signalisiert eine Zusammenarbeit zwischen dem Hort der Trinkbornschule und der Kinder- und Jugendfarm. Die Angebote an Ferienspielen sollten gerade auch in den Oster- oder Herbstferien ausgebaut werden. Ein Treffen mit allen beteiligten Vereinen und Verbänden ist schon im Herbst angedacht.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt wird das Integrationskonzept. In Ober-Roden ist vorgesehen, die Kindertagesstätte Am Motzenbruch auszubauen. „Wie können wir Einrichtungen unterstützen?“ In der Politik findet Edith Itta viel Unterstützung, „aber wir brauchen auch finanzielle Unterstützung.“

Quelle: op-online.de

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