Viele neue Gesichter im Sozialbereich

Nicht nur in der Küche des Bürgertreffs in Zukunft zu Hause: Maritta Fuchs (rechts) und Edeltraud Schwab, die mit 30 Wochenstunden die Stelle von Simone Lotz besetzt. Fotos: Ziesecke

Waldacker - (chz) Das Personalkarussell in der Stadtverwaltung scheint so langsam zum Stillstand zu kommen. Auslöser war der Eintritt von Sigrid Hinkel vom Fachbereich Kinder und Jugend in den Ruhestand. Nun besetzt Anja Ploeger, die bisherige Leiterin des Bürgerbüros, diese Stelle, auf ihre Position rückt Pia Christ nach.

Auf der frei gewordenen Wohngeldstelle hilft Sozialpädagogin Simone Lotz den Bürgern weiter. Und im Bürgertreff Waldacker begrüßt seit Januar ein neues Gesicht die Besucher: Edeltraud Schwab hat mit Maritta Fuchs die Fäden fest im Griff und den Kochlöffel in der Hand.

Zeitlich profitiert der Bürgertreff von der Neubesetzung, weil Edeltraud Schwab jetzt 30 Stunden statt bisher 28 Stunden (ungeachtet aller Überstunden) hier arbeitet. Sie und Maritta Fuchs halten nun montags bis donnerstags von 10 bis 18 Uhr und freitags bis 12 Uhr den Laden in Schwung. Von Beruf Anwaltsgehilfin, hat sie nach 16 Jahren in der Stadtkasse und danach in der Wohngeldstelle schon viel Erfahrung mit städtischen Gepflogenheiten gesammelt.

Ursprünglich gedacht für Senioren, die nicht mehr so viel aus ihrem Ortsteil heraus kommen, ist der Bürgertreff inzwischen schrittweise zum sozialen Mittelpunkt mit Kunst, Kultur und unterschiedlichen Betreuungsangeboten geworden. Derzeit treffen sich hier Babygruppen, Mutter- und Kindgruppen, Italienisch-, Englisch- und Chinesischkurse, Flötenunterricht, eine Bridgegruppe, der Schachverein oder auch die Demenzgruppe „Leuchtturm“ der AWO. Auch die Vorschulkinder der Kita Amselstraße weichen hierher aus, wenn sie Ruhe suchen.

Weitere Neuerung im Bürgertreff: Die Stadt hat ein gebrauchtes Klavier gekauft, das vor allem die „Leuchtturm“-Gruppe für ihre kleinen Konzerte braucht.

Auch der zweite Teil des Arbeitsfeldes von Simone Lotz ist neu besetzt: In der Seniorenbetreuung im alten Feuerwehrhaus Ober-Roden kümmert sich Susanne Frieß (59) um die betagten Gäste im Strick- und Babbelclub und im „Flotten Kartentreff“. Sie macht innerhalb ihres Arbeitsalltags den gewaltigsten Alterssprung: morgens kocht sie in der Kindertagesstätte Am Motzenbruch für die Nestgruppe, nachmittags sind‘s gut 70 bis 80 Lebensjahre mehr, die sie betreut. Susanne Frieß, gebürtige Cottbusserin, die seit der Grundschulzeit schon in Ober-Roden lebt, kam über Elke Heidelbach vom Ehrenamtsbüro an diese neue Stelle als Seniorenbetreuerin, in der sie zwölf Stunden wöchentlich arbeitet.

Mittlerweile ist es dem Leiter der Sozialen Dienste, Wolfgang Geiken-Weigt, gelungen, mit dem Ober-Röder Manfred Sahm eine Art Hausmeister, Fahrer und Springer für die Seniorenarbeit einzustellen.

Die größte Veränderung steht zum 1. April ins Haus: Edith Itta wird nach mehr als eineinhalb Jahren Vakanz die neue Chefin des Fachbereichs 4 - Kinder, Jugend und Senioren. Sie kommt vom evangelischen Regionalverband Frankfurt und übernimmt nun die Aufgaben, die Werner Rohmann seit Barbara Callenbergs Weggang kommissarisch ausübte.

Quelle: op-online.de

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