Vierbeiner als Lebensretter

+
Ganz im Mittelpunkt der nachmittäglichen Vorführung stand der fünfeinhalbjährige Rottweiler Jule, den das kindliche Treiben um ihn herum völlig kalt ließ.

Ober-Roden (chz) ‐ Beim Tag der offenen Tür des Hundevereins Rödermark lagen Spaß und Nutzen wieder eng beieinander. Im vormittäglichen Programm stand neben Speis und Trank für Hund und Halter die Welpen- und Junghundestunde im Mittelpunkt.

Deutlich wurde dabei, dass mit Lob und Leckerli fast jede Freundschaft zwischen Hund und Halter klappt, aber auch erzieherische Erfolge damit erreicht werden können. In Vorführungen wurde den Zuschauern - fast allesamt mit Hund vor Ort - gezeigt, was in den Begleithundeprüfungen gefragt ist und was Hund und Besitzer dazu alles wissen und können sollten. Als spannend erwies sich anschließend die Vorführung der Man-Trailer-Truppe. Mantrailing ist die Personensuche, also etwa das Aufspüren von Vermissten anhand von Duftspuren.

Wer sich für Einzelheiten interessiert: Hundeverein Rödermark, Außerhalb 65,  0176  61088186. Mail: astrid.gerhart@freenet.de.

Hans Böhm und Astrid Gerhart vom Hundeverein zeigten dabei einiges von dem, was ihre Vierbeiner am 18. Mai in ihrer Rettungshunde-Prüfung können müssen. In Mühlheim werden sie dann nach gut zweieinhalb Jahren Vorbereitung von der Hessischen Polizei geprüft und dann zur ersten Spürhundestaffel im Kreis werden. Drei weitere Hunde aus dem Verein werden bei der nächsten Prüfung ebenso dafür getestet werden. Die Polizei selbst hat für diese Ausbildung weder Geld noch Zeit und greift dankbar auf geprüfte Hunde und ehrenamtliche Helfer zurück. „Wir stehen dann mit unseren Hunden auf Abruf bereit, falls etwa Kinder oder verwirrte alte Menschen gesucht werden müssen. Wir arbeiten immer zu zweit, damit ein Hund sich ausruhen kann, während der andere auf Spurensuche ist“, erläuterte zweite Vorsitzende Astrid Gerhart. Ihr fünfeinhalbjähriger Rottweiler Jule stand ganz im Mittelpunkt der nachmittäglichen Vorführung. Die zweite Vorsitzende bittet Bürger darum, sich als Suchobjekt zur Verfügung zu stellen: „Wenn sich jemand suchen lassen möchte, freuen wir uns, denn wir müssen mit immer wieder frischen Gerüchen arbeiten. Unsere Hunde sind sehr gut - sie finden alles.“

Bei einem der letzten Tests legte eine Person am Samstag Vormittag eine Geruchsfährte, die dann - nach einer stürmischen Nacht mit Neuschnee - am nächsten Nachmittag verlesen wurde. Der Hund fand den Gesuchten, der sich zur fraglichen Zeit wieder in der Nähe aufhielt, trotz der widrigen Witterung und der vergangenen Zeit. Grundsätzlich können aber bis zu zweieinhalb Kilometer zwischen dem Anfangspunkt der Fährte und dem Gesuchten liegen.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare