Anleinpflicht beginnt

Vierbeinige Begleiter müssen an Leine

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Auch im Rödermärker Feld sind der Leinenzwang und Hundekot ein Dauerthema. Unser Archivfoto zeigt eine Wiese in Ober-Roden, auf der ein unmissverständliches Hinweisschild steht. Wiesen und Felder sind Privatgelände und mithin für Hund und Herrchen tabu. Nur die Feldwege sind öffentliche Fläche, die betreten werden darf.

Rödermark - Hunde müssen im Freien bald wieder an die Leine. Ab dem 1. März gilt in Rödermark die Anleinpflicht. Unter Hundehaltern, Jagdpächtern, Radfahrern, Spaziergängern, Joggern und Landwirten ist das ein Dauerthema.

Hunde müssen beim Gassi gehen wieder an die Leine genommen werden. Grund ist die Brut- und Setz-Zeit der Vögel. Der Leinenzwang gilt vom 1. März bis zum 15. Juni in den dafür ausgewiesenen und mit entsprechenden Schildern gekennzeichneten Gebieten. In Rodgau gilt die Vorschrift schon seit 15. Februar. Durch die Anleinpflicht sollen Übergriffe von freilaufenden Hunden auf Wildtiere verringert werden, heißt es in einer städtischen Mitteilung. „Bodenbrüter wie Rebhuhn, Lerche, Kiebitz, Wildente oder Wachtel erhalten durch die Leinenpflicht Schutz beim Brutgeschäft. Sie werden so nicht von ihren Nestern vertrieben, was üble Folgen für den Nachwuchs hätte: Eier und Junge würden für Krähen und Elstern zu leichten Opfern. Auch Wildtiere können bei der Aufzucht ihres Nachwuchses gestört werden. Feldhasen oder Rehe, die aufgescheucht werden, finden erst nach Stunden wieder zurück.“ Um dies zu verhindern, kontrolliert das Ordnungsamt.

Auch hat es sich noch nicht bei allen Hundehaltern herumgesprochen, dass nach der Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden (HundeVO) alle Hunde am Halsband Namen, Anschrift und Telefonnummer des Besitzers tragen müssen, wenn man sich mit den Tieren im Freien bewegt. Verstöße gegen die Verordnung können bis zu 5000 Euro Geldbuße kosten.

Ordnungsdezernent und Erster Stadtrat Jörg Rotter, Jagdpächter und Landwirte appellieren an alle Besitzer von Vierbeinern, während der Leinenpflicht ein für alle Beteiligten erträgliches Miteinander zu ermöglichen.

Auf einen weiteren Punkt, der von Hundebesitzern oft unterschätzt wird, machen die Landwirte aufmerksam. Wenn der Vierbeiner sein Geschäft im erntereifen Gras oder auf aufgehäuften Futterreihen erledigt, wird es mit den Erntemaschinen aufgenommen. Einmal mit dem Heu vermischt, verursacht dies den Befall mit Schimmelpilzen und im schlimmsten Fall die Kontamination mit den Eiern des Hundebandwurms und Viren. In diesem Zusammenhang weist die Stadt auch noch einmal auf die Hundekottüten hin, die es im 50er-Pack für einen Euro in den Rathäusern gibt. Mit diesen können Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde hygienisch entfernen und ordnungsgemäß entsorgen.

Leserbilder zum Welthundetag 2017 (Teil 2)

Die Skizze mit den Bereichen des Leinenzwanges kann auf der Homepage der Stadt Rödermark (www.roedermark.de), im Rathaus Urberach, Zimmer 101, oder im Sozialrathaus, Zimmer 12 eingesehen werden. Weitere Auskünfte zur Anleinpflicht geben im Rathaus Urberach Jasmina König, 06074/911-829, und Günther Braun, 06074/911-830. (bp)

Quelle: op-online.de

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