Vierbeinige Steuerzahler

Hunde bringen der Stadt 178.000 Euro  

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1 370 Hunde waren Ende 2016 in Rödermark gemeldet - überwiegend normale Steuerzahler wie dieser Antikdoggen-Jungrüde. 17 Hunde gelten allerdings von Rasse oder Art her als gefährlich. Für sie ist der erhöhte Steuersatz von 900 Euro im Jahr fällig.

Rödermark - Labrador (151), Terrier (124) und Schäferhund (109) waren 2016 die Favoriten der Rödermärker Hundehalter. Sie führen die Rangliste vor Jack Russels (82) und Mischlingen (73) an. Das geht aus der Liste der städtischen Steuerverwaltung hervor.

Zu den zehn am weitesten verbreiteten Rassen gehören überraschend auch Dackel (Platz 6, 68 Tiere) oder Pudel (Platz 10, 28 Tiere). 1 370 Hunde waren Ende des Jahres gemeldet. Wahre Exoten sind Bichon à poil frisé (französische Zwerghunde) oder Kooikerhondje aus den Niederlanden, die zur Familie der Spaniel zählen. Sie dackeln höchstens paarweise durch die Stadt. Die kassierte voriges Jahr 178.000 Euro Hundesteuer. Der größte Teil ihrer Besitzer zahlt den regulären Steuersatz von 120 Euro. 17 Hunde gelten aufgrund ihrer Rasse oder nach Beißereien als gefährlich und werden mit 900 Euro besteuert. Die Besitzer von neun Bullterriern, fünf Staffordshire Terriern, drei Kangals, zwei Kaukasischen Owtscharkas und zwei aktenkundig bissigen Hunden zahlten 2016 zusammen 12.600 Euro Steuer.

Viel größer als die Zahl der hochbesteuerten Hunde ist die jener Vierbeiner, für die ein ermäßigter Steuersatz gilt beziehungsweise die ganz von der Steuer befreit sind. Laut Rödermärker Hundesteuersatzung dürfen blinde, taube oder anderweitig hilflose Menschen ihre Hunde zum Nulltarif halten. Auch Hunde aus den regionalen Tierheimen sind zumindest zeitweise von der Steuer befreit. Diese Ausnahmen betreffen 107 Hunde. 25 oder 50 Prozent Ermäßigung gibt es unter anderem für 44 Hunde, die abgelegene Grundstücke bewachen, eine Begleithundeprüfung absolviert haben oder Therapie- und Diabeteshunde sind. Selbst für Hunde, die regelmäßig Kinder in Schulen besuchen, müssen die Besitzer 25 Prozent weniger Steuern zahlen.

Tierische Gerichtsprozesse des Jahres 2016

Die Hundesteuer ist eine „allgemeine Steuer“ und wird zum Leidwesen vieler Hundebesitzer nicht zweckgebunden ausgegeben: In Rödermark gebe es nicht überall Tütenspender mit Mülleimern für Hundekot. (lö)

Quelle: op-online.de

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