25 Jahre heile Welt

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Die frühere Kindergartenleiterin Gertrud Schachermayer (hinten links) hatte vor 25 Jahren erstmals Märchen im Töpfermuseum vorgelesen. Der Erste Stadtrat Alexander Sturm dankte ihr und ihrer Nachfolgerin Veronika Pettirsch-Huder mit Blumen.

Urberach ‐ Seit 25 Jahren wird der Ausstellungsraum des Töpfermuseums zur Märchenstunde. Zwischen tönernem Geschirr sitzen immer montags Kinder und lauschen Klassikern der Gebrüder Grimm. Zur letzten Märchenstunde vor den Weihnachtsferien kam auch Gertrud Schachermayer, die diese liebenswerte Tradition 1984 begründet hatte. Von Michael Löw

„Goldmarie und Pechmarie“ hörten die Kinder an diesem Nachmittag, ein Märchen über die Belohnung der Guten. Und eine Belohnung gab es auch für Märchentante Veronika Pettirsch-Huder. Als Dank für ihr ehrenamtliches Engagement brachte ihr der Erste Stadtrat Alexander Sturm einen Blumenstrauß. Blumen gab‘s natürlich auch für Gertrud Schachermayer, den Kindern hatte Sturm kleine Märchenbücher mitgebracht.

Nach einer kleinen Winterpause geht die Märchenstunde im Töpfermuseum am 11. Januar um 15 Uhr wieder los.

Gleich im ersten Winter nach Eröffnung des Töpfermuseums in der Bachgasse hatte die inzwischen 86-jährige Gertrud Schachermayer begonnen, dort Märchen vorzulesen. Sie entschied sich dafür, die traditionellen, von den Gebrüdern Grimm gesammelten Werke vorzutragen, da diese bei den kleinen Kindern besonders beliebt sind. Dies führte später dann auch Veronika Pettirsch-Huder fort, als sie 1991 den Sessel der Märchentante gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen Robert Koch übernahm.

Heute liest sie im Wechsel mit Reinhard Stahn vor. „In jeder Märchenstunde während der Wintermonate sind um die 15 Kinder da“, erzählte die heutige Märchentante. „Viele der Kinder sind tatsächlich Stammgäste.“ In dieser letzten Vorlesestunde hatten außerdem auch die Mamas als Dank Blumen für Veronika Pettirsch-Huder mitgebracht. Was zeigt, wie beliebt diese wöchentliche Lesestunde trotz der Konkurrenz elektronischer Spielgeräte ist. Am Ende darf auch immer gemalt werden. So können die Kinder gleich ihre Eindrücke der Geschichten zu Papier bringen.

Quelle: op-online.de

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