Viktoria Urberach ehrt Jubilare

Vorweihnachtliches Dankeschön

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Die Vorstandsmitglieder Jürgen Braun (links) und Michael Hock (rechts) ehrten langjährige Mitglieder wie etwa Reinhard Nostadt (3. v. links) für 70 Jahre und Werner Braun (4. v. rechts) für 50 Jahre Treue zum FC Viktoria Urberach. Sie ehrten aber auch zwei gute Geister unter den vielen helfenden Ehrenamtlichen, in diesem Jahr die Platzwarte Peter Weigel (3. v. rechts) und Werner Hartmann (2. v. rechts).

Urberach - Adventsfeiern überall – so auch beim FC Viktoria 09 Urberach, der sein vorweihnachtliches Dankeschön an Spieler, Betreuer und Helfer in die benachbarte MTV-Halle verlegt hatte.

In lockerer und unbeschwerter Stimmung gab’s leckeres Essen und herzliche Worte, vor allem an jene Gäste, die schon lange Jahre der Viktoria treu zur Seite stehen. Zwischen Hauptgang und Nachtisch wurden jene Mitglieder geehrt, die schon viele Jahre Mitglieder sind – zumindest jene, die an dem Abend den Weg zum MTV gefunden hatten. Die Vorstandsmitglieder Jürgen Braun und Michael Hock erinnerten angenehm locker und humorvoll an zahlreiche Schwänke aus dem Vereinsleben und dankten Christoph Lücker, Christian Rebel, Tobias Sterkel und Markus Wade für 25 Jahre Treue zum Verein. „Sie hatten alle einen Trainer und der spricht gerade zu euch“, ließ Michael Hock dezent einfließen, um diesen Gag gleich noch weiter durch den Abend zu ziehen. Beim nächsten Geehrten etwa, Werner Braun, der für die runde Zahl von 50 Jahren Viktoria-Zugehörigkeit geehrt wurde – letzterer in vielen Funktionen bis hin zum Präsidenten: „Nein, dessen Trainer war ich nicht, aber er war mein Betreuer“, ergänzte Michael Hock schmunzelnd und verwies damit indirekt auf die enge und lange Zusammengehörigkeit in einem Verein wie dem FC Viktoria 09.

Das galt letztlich noch in verstärktem Maße bei der letzten Ehrung des Abends: 70 Jahre ist Reinhard Nostadt schon Viktorianer. Er trat mit 15 Jahren dem Verein bei. Was er in jener Zeit alles geleistet hat, hat unsere Zeitung vor kurzem anlässlich seines 85. Geburtstags gewürdigt. Da sind nicht nur der Sieg im Hessenpokal 1958 und die Mitgliedschaft im B-Kader der Nationalmannschaft unter dem Trainer Sepp Herberger erwähnenswert („Seine Position war Läufer, im Mittelfeld zwischen vorn und hinten – das kennt ihr heutzutage gar nicht mehr.“), sondern auch, dass er alle Trainerscheine, die es bis heute gibt, besitzt und mittlerweile als Heimatforscher nicht nur im Sportbereich einen hervorragenden Ruf hat. „Und er war mein Trainer, allerdings beim KSV damals. Aber das haben wir ja bald wieder in die Reihe bekommen“, schmunzelte Michael Hock.

Weitere Infos im Internet. Dort wird den Mitgliedern sogar online zum Geburtstag gratuliert.

Reinhard Nostadt legte denn auch humorvollen Einspruch ein: „Stimmt gar nicht mit den 70 Jahren. 25 Jahre davon habe ich mich fast ausschließlich dem Laufen gewidmet“, was ihn aber auch bis zu Weltmeisterschaften brachte und er dennoch der Viktoria die Treue hielt. „Und ich bin noch rundherum fit und hab meinen Spielerpass zuhause. Sollte also sonntags mal irgend jemand ausfallen – ihr wisst Bescheid!“ Tosender Beifall und stehende Ovationen dankten dem im wahrsten Sinne hervorragenden Sportler für sein Engagement. Eine Neuerung gab’s auch noch bei den Ehrungen. Erstmalig wurde Ehrenamtlichen unabhängig von runder Vereinszugehörigkeit besonders gedankt – in diesem Jahr den beiden guten Seelen, Platzwarten oder auch allseits einsetzbaren Helfern des Vereins, Peter Weigel und Werner Hartmann. Stellvertretend für Beide erzählte Peter Weigel: „Ich bin aber auch wirklich jeden Tag während der Woche und am Wochenende erst recht auf der Anlage und schaue viele Stunden nach dem Rechten, bis der Spielbetrieb zu Ende ist.“ Der Dank traf also keine Falschen.

(chz)

Spvgg. 05 Oberrad gegen Viktoria Urberach

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Quelle: op-online.de

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