240 VIPs und unzählige Fans

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Pferde und Einhörner zierten viele Urberacher Schultüten.

Rödermark - (lö/chz) Gut 240 VIPs und ein Vielfaches an Fans tummelten sich gestern in den beiden großen städtischen Hallen. +++Fotostrecke+++

Konrad Ertinger, der Rektor der Trinkbornschule, hatte bei seiner Begrüßung die 147 Ober-Röder Erstklässler - und mit ihnen auch die 95 Abc-Schützen aus Urberach - zu sehr wichtigen Personen erkoren, von denen jede ihren ganz privaten Fanclub aus Eltern, Großeltern, Geschwistern und Paten im Schlepptau hatte. Die älteren Grundschüler hießen sie mit Liedern und Tänzen willkommen.

An der Trinkbornschule gibt es im Schuljahr 2009/2010 zwei doppelte Klassenführungen. Vor den Ferien hatten fünf Lehrerinnen die Ober-Röder Schule verlassen. Eine Frau ging in Pension, vier Kolleginnen hatten einen Versetzungsantrag gestellt. Laut Rektor Ertinger wechselten sie in ein anderes Bundesland oder wollten an kleineren Schulen unterrichten.

Als die vergleichsweise hohe Zahl an Versetzungsanträgen im Juli bekannt wurde, hatten Eltern aus den damaligen zweiten Klassen das angeblich schlechte Betriebsklima an der größten Grundschule im Kreis Offenbach dafür verantwortlich gemacht.

Diese Aussage ließ Ertinger unkommentiert und blickte nach vorne. Er geht davon aus, dass das Hessische Kultusministerium den Antrag auf Umwandlung in eine Ganztagsschule genehmigt und spätestens nach den Herbstferien mit dem Bau einer Mensa und von zwei Klassenzimmern begonnen werden kann. Die Pläne sind beim Bauamt eingereicht.

Die 4 a der Trinkbornschule dekorierte einen Schirm mit guten Wünschen für die Abc-Schützen.

Die neue Küche könne rund 200 Kinder an der Stammschule mit einer warmen Mahlzeit versorgen. Weiteren Betreuungsbedarf könne die Zweigstelle im Breidert abdecken. Stadt und Schule wollen ihre Betreuungsmöglichkeiten künftig bündeln. Der Förderverein der Trinkbornschule soll dann die Trägerschaft übernehmen.
Ruhig und kaum aufgeregt, munter, aber nicht überdreht genossen die Urberacher Erstklässler ihre Einschulungsfeier, wo sie von Rektor Thomas Pohl, Bürgermeister Roland Kern und vom Chor herzlich empfangen wurden. An ihren Schultüten konnte man ihre Kindertagesstätten ablesen.

Bilder der Einschulungsfeiern

Einschulung in Ober-Roden und Urberach

Die meisten der teils riesigen „Trostpflaster“ hatten die Kindern mit Erzieherinnen oder Eltern gebastelt: Einhorn und Pferde, Rennwagen- und Fußballmotive dominierten in diesem Jahr. Der Inhalt war - nach Aussagen der Eltern, denn die Kinder hatten durchwegs noch nicht hineingespitzelt - sehr persönlich und meist sinnvoll: Stifte, Lineal und Spitzer, Malkittel, Heftschoner, Haarreifen und Ohrringe, Spiele und etwas Geld für einen besonderen Wunsch, und zumeist nur wenig Süßes. Das empfohlene Obst war der Wärme wegen doch eher zu Hause geblieben.

In der Wartepause, als es für die Kinder erstmals in die Klassenzimmer ging, freuten sich ihre Begleiter über das Kuchenbüfett, das traditionell die Eltern der zweiten Klassen gezaubert hatten. Die Einnahmen bilden Grundstock für die Klassenkassen der Abc-Schützen.

95 Kinder kommen in diesem Jahr neu in die Schule an den Linden und werden in vier Klassen sowie in der Vorklasse unterrichtet. Die Lehrerversorgung ist laut Rektor Thomas Pohl zufrieden stellend; in den ersten Klassen kann der Pflichtunterricht voll abgedeckt werden. Eine doppelte Klassenführung in den ersten Klassen ist normal und lässt sich durch die Stundenzahlen der Lehrerinnen nicht ändern.

Quelle: op-online.de

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