Virtuose Musik auf 32 Saiten

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Bewundernswert ist - von der Musikalität und der Fingerfertigkeit abgesehen, die beim Zupfen und Schlagen der Saiten und beim Umlegen der kleinen seitlichen Hebel nötig ist -, dass die Mädchen gleichzeitig auch noch fünfstimmig gesungen haben.

Urberach ‐ Große Bewunderung erfüllte die Zuhörer beim Konzert des lettischen Kokle-Ensembles „Zeltskarini“ in der Petruskirche. Von Christine Ziesecke

Über seine engen Kontakte zu Mädchenkammerchor „Tonika“, der lange Jahre in Urberach auftrat und hier viele freundschaftliche Beziehungen geknüpft hat, hatte Stephan Spanheimer vom Rejoice-Chor die fünf Lettinnen zwischen 14 und 25 Jahren für dieses Konzert gewinnen können.

Bewundernswert - das empfanden die Zuhörer mit jedem neuen Stück mehr - ist nicht nur das schwere Spiel mit dem liegenden Zupfinstrument, ähnlich einer Zither, mit seinen 32 Saiten und ebenso vielen Hebeln. Dazu singen die Mädchen auch noch mehrstimmig, verbinden die Stücke mit anderen Instrumenten und bringen den Gästen so lettisches Volksliedgut ebenso nahe wie eigens umgeschriebene Film- oder moderne Unterhaltungsmusik.

Ensemble tritt bei Festivals und Wettbewerben auf

Das Ensemble, das sich 2006 aus Absolventinnen einer Rigaer Musikschule zusammengefunden hat, tritt inzwischen bei vielen Festivals und Wettbewerben auf. Andra Rebinja, die heutige Leiterin der Gruppe, spielte früher schon mit der heute in Frankfurt lebenden ehemaligen Sängerin der Gruppe Tonika zusammen, über die auch die Kontakte zu Urberach wieder aufgenommen wurden.

Auch der Rejoice-Chor selbst und die Rejoice-Kids sind vor Weihnachten noch zu hören: Am Sonntag, 20. Dezember, heißt es ab 16.30 Uhr in der Kirche St. Gallus „So klingt Advent“ zur Einstimmung auf das Christfest. Der Eintritt zu dem Konzert ist kostenlos; für Spenden zu Gunsten seiner Arbeit ist der Chor dankbar.

Quelle: op-online.de

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