Vorstand nimmt Tennis-Interview übel

Urberach (bp) ‐ MTV-Vorstand Horst Möhwald möchte in einer Stellungnahme „Missverständnisse“ korrigieren, die ein Interview ausgelöst habe, das der MTV-Tennisabteilungsleiter Herbert Frohne unserer Zeitung gegeben hatte.

Zum Beispiel leiste sich nicht die Tennisabteilung einen 60000 Euro teuren neuen Tennishallenbodenbelag, „sondern der Geschäftsführende Vorstand des MTV“ investiere nach einer gewissenhaften Kosten-Nutzen-Analyse und akribischer Vorbereitung durch den Verwaltungs-Vorstand, Werner Burmeister, in die MTV-eigene Tennishalle.

Diese Immobilie werde als eigenständiger „Geschäftsbetrieb“ behandelt und verwaltet und habe „mit dem ideellen Sportbetrieb der Tennisabteilung oder anderer Abteilungen absolut nichts zu tun.“ Überschüsse aus dem Geschäftsbetrieb Tennishalle „wurden und werden auch in Zukunft für die finanzielle Unterstützung des ideellen Sportbetriebes benötigt und eingesetzt“.

Nur durch die von der Mitgliederversammlung für alle Mitglieder beschlossene Umlage sei es möglich gewesen, diese Überschüsse als Rücklage in den Geschäftsbetrieb zurück zu überweisen. Und nur dadurch sei die Bank bereit gewesen, ein Darlehen zur Finanzierung des neuen Tennishallenbodens zu gewähren. „Wie das zur Sanierung des Vereins beitragen soll, entzieht sich meinem Verständnis.“

Die Tennisabteilung ist defizitär

Keineswegs stehe die Tennisabteilung „wirtschaftlich auf eigenen Beinen, sondern sie ist, gerade wegen der engagierten Kinder- und Jugendarbeit und dem damit verbundenen großen Betreuungs- und Trainer-Aufwand, defizitär“. Folglich müsse die Abteilung - wie andere auch - „aus den Einnahmen des Gesamtvereins solidarisch mit subventioniert werden“.

Möhwald legt Wert darauf, dass die Beteiligung der Tennisspieler an der „Sonderumlage“, die der Verein einziehen musste, „kein Entgegenkommen der Tennisabteilung“ ist, sondern alle Mitglieder gleichermaßen betreffe.

Höchst gefährlich“ sei es überdies vom „wirtschaftlich schwachen Mutterverein“ zu schreiben. Hier suggeriere der Artikel „einen Sachstand, der so nicht haltbar ist“. Denn gerade mit der beschlossenen Umlage habe sich der Verein „wieder fit gemacht für die Zukunft“.

Die Tennisabteilung habe auch keinen eigenen Geschäftsplan. Dies sei aufgrund der MTV-Satzung nicht möglich und finanztechnisch auch gar nicht zugelassen.

Insgesamt suggeriere der Bericht, die Tennisabteilung im MTV sei „ein eigener Verein“, der zum Mutterverein nur eine schwache Verbindung pflege. „Auch dieser Darstellung muss entschieden widersprochen werden.“

Quelle: op-online.de

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