Wahlkampf Nummer vier

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AL-Vorsitzender Eckhard von der Lühe beglückwünschte den Kandidaten Roland Kern mit Blumen, da ein Fußball und die hessische Gemeindeordnung fehl am Platze gewesen wären.

Ober-Roden (ey) ‐ Gegenstimmen gab es nur, als darüber entschieden wurde, ob die Wahl geheim stattfindet. Die eigentliche Nominierung von Roland Kern zum Bürgermeisterkandidaten der Anderen Liste fiel einstimmig aus.

52 Mitglieder votierten für den Amtsinhaber, der nach 1993, 1999 und 2005 bereits seinen vierten Bürgermeister-Wahlkampf bestreiten wird. „Roland Kern hat mindestens eine zweite Amtszeit verdient“, hatte AL-Vorsitzender Eckhard von der Lühe geworben. Die Gründe für diese Einschätzung seien vielfältig. So habe Roland Kern das bei seinem Amtsantritt gegebene Versprechen, jenseits politischer Differenzen Gemeinsamkeiten zu erkennen und zum Wohle der Stadt voran bringen zu können, „mit Bravour eingehalten“. Kern sei ein Motor für die Entwicklung der Stadt, dem es gelungen sei, das Rödermark-Gefühl zu stärken, meinte von der Lühe.

„Du warst immer kompromissbereit und in der Lage, Meinungen anderer Menschen in deine Meinungsfindung einzubeziehen, um möglichst einen breiten Konsens herzustellen. Du hast aber auch klare Kante gezeigt, wenn ein Punkt erreicht ist, an dem offensichtlich Eigeninteressen und Machtinteressen über die öffentlichen Interessen gestellt wurden“, sagte von der Lühe. Ein Beispiel sei Kerns Einspruch gegen die mit den Stimmen der CDU und der SPD beschlossene Vergrößerung des Magistrats.

Erfolg: Abbau der Warteliste bei Hortkindern

„Ich bin zufrieden mit dem, wie sich unsere Stadt in den ersten fünf Jahren meiner Amtszeit fortentwickelt hat“, sagte Kern. Trotz schwieriger Zeiten, in denen „kommunale Selbstverwaltung bisweilen besser als kommunale Schuldenverwaltung bezeichnet werden müsste“, habe er Spaß an der Arbeit.

So sei es etwa gelungen, „das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Einwohner in allen Stadtteilen“ zu stärken. Weitere Erfolge sieht Kern unter anderem in generationenübergreifenden Projekten oder im Abbau der Warteliste bei Hortkindern - beides Kerns Meinung nach begünstigt durch die von ihm angeordnete Neuordnung der Verwaltung unter dem Dach des Fachbereichs Kinder, Jugend und Senioren.

In der Zukunftsfrage „Ökologie“ seien trotz mancher Widerstände erhebliche Fortschritte erzielt worden, wie etwa die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Ober-Röder Feuerwehrhauses oder der Beitritt Rödermarks zum Klimabündnis belegen. „Rödermarks als Solarstadt - das ist immer noch meine Vision, da lasse ich nicht locker“, kündigte Kern an.

Seitenhiebe auf den Konkurrenten

Der Bürgermeister ging auch auf die CDU-Vorwürfe ein, er würde nicht führen, sondern nur moderieren: „Abgesehen davon, dass Führen und Moderieren keine Gegensätze sind, ist das nur eine sehr kleingeistige Sicht auf die Dinge. Wenn es überhaupt jemand gibt, der die verschiedenen Meinungen zusammenführen und bündeln kann und soll, dann ist das der direkt gewählte Bürgermeister.“ Er moderiere etwa gerne die von ihm schon immer für notwendig gehaltene Aufwertung der Ortskerne.

In der Wirtschaftsförderung sei der regionale Ansatz überlebenswichtig, und nicht die „eindimensionale Herangehensweise bei der Akquise neuer Betriebe“, so Kern.

Den ein oder anderen Seitenhiebe auf den wahrscheinlich schärfsten Konkurrenten konnte sich auch von der Lühe nicht verkneifen. So freute er sich, dass mehr Mitglieder (52:44) die Nominierung von Roland Kern als die des CDU-Kandidaten Norbert Rink besucht hätten.

Quelle: op-online.de

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