Urnengang im September

Stadt nimmt Abschied von zentralen Wahllokalen

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Rödermark - Der Magistrat hat Pläne, alle Urberacher Wahllokale aus Kostengründen in der Berufsakademie zu konzentrieren, wieder verworfen. Erster Stadtrat Jörg Rotter teilte gestern mit, dass die Bürger am 22. September ihr Kreuzchen an drei Orten im Stadtteil machen können.

Die Berufsakademie, ursprünglich als Ersatz für die wegen Umbaus nicht nutzbare Halle Urberach gedacht, liege zu weit abseits, begründete Rotter den Sinneswandel. Die Wahlbezirke 21, 22 und 28 werden in die Kelterscheune verlegt. Die Bezirke 23, 24, 27 und 29 bleiben in der Halle Urberach, wandern allerdings in den Mehrzweckraum, dessen Renovierung längst abgeschlossen ist. Rotter: „Dort ist es zwar enger als in der großen Halle. Doch bei der letzten Hessenwahl hat"s dort auch funktioniert.“

Die Wähler aus dem Urberacher Norden können ihre Stimme erstmals im „Schiller-Haus“ abgeben. Eine Rampe auf der Rückseite ermöglicht auch Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten den problemlosen Zugang. Das „Schiller-Haus“ ersetzt den Saal des früheren Altenwohheims am Mühlengrund. Weil der kaum noch benutzt wird, ist die Luft stickig.

Rödermarks einziges echtes Wahllokal, der „Grüne Baum“ in Messenhausen, hat ausgedient. Im kleinsten Stadtteil findet die Stimmabgabe in der Halle des Tennisclubs statt. Besonders erfreulich aus Sicht des Magistrats: Der Verein verzichtet auf eine Miete. Ober-Roden wählt wie gehabt in der Kulturhalle und in der Grundschule im Breidert. Die drei Stimmbezirke dort wollte der Magistrat ursprünglich in die Ortsmitte verlegen. Doch auch hier galt schließlich Bürgernähe statt Zentralität. Zumal die Initiative „Wir sind Breidert“ der Stadt versprochen hat, Wahlhelfer zu stellen.

Diese Wahlen stehen bis Ende 2014 an

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Für die Waldackerer ändert sich nichts. Trotzdem will die Stadt wie im Haushaltskonsolidierungskonzept vorgesehen bei den Wahlen 4000 Euro sparen. Die Wahllokale werden von Mitarbeitern des Betriebshofes und des Ordnungsamtes eingerichtet. Deren Überstunden sind billiger als der Service einer Fremdfirma, die diese Arbeiten erledigen sollte.

(lö)

Quelle: op-online.de

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