Waisenhaus in Ghana gebaut

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Zur Eröffnung des „One Love Children‘s House“ waren Günter Frey (stehend rechts), seine Frau Monika (3. von rechts), Tochter Anna Zaaki (kniend 2. von rechts) und ihr Mann Amin nach Ghana gekommen. Der oberste Imam des Landes (ganz in Weiß) war Ehrengast der Feier, an der 500 Menschen teilnahmen.

Ober-Roden (lö) ‐ Eine Schule in Ghana trägt bereits den Namen des pensionierten Lehrers und Handballtrainers Günter Frey (Nell-Breuning-Schule, Turngemeinde), jetzt wurde nebenan ein Waisenhaus eröffnet.

Auch bei dessen Bau und Finanzierung hatte die Familie Frey die Federführung. Der Verein „Nima“, den Frey zusammen mit seiner Frau Monika, Tochter Anna Zaaki und ihrem Mann Amin gegründet hat, ist Träger der Einrichtung.

Und obwohl die Freys schon lange nicht mehr in Ober-Roden unterrichten, bestehen immer noch enge Verbindungen. So spendet die Trinkbornschule, an der Monika Frey tätig war, den Gewinn ihres Adventsbasars teilweise für das „One Love Children‘s House“, das Straßenkinder aufnimmt.

Von den ersten zwölf Kindern, die dort eingezogen sind, besuchten sechs die „Günter Frey International School“, die der Verein seit 2006 unterstützt, berichtete Anna Zaaki.

Die jüngste Bewohnerin liegt den Helfern aus Deutschland besonders am Herzen: „Die gerade mal dreijährige Farihda hat bis vor einem halben Jahr noch mit ihrer Mutter im Norden Ghanas gelebt. Da Farihdas Vater vor zwei Jahren gestorben ist, wurde das kleine Mädchen nach dem Tod der Mutter Anfang 2009 von seiner Großmutter mit nach Accra genommen. Dort lebte sie mit Familienmitgliedern, die sie noch nie in ihrem Leben vorher gesehen hatte.“

Jüngste Bewohnerin des Waisenhauses, das der Verein „Nima“ mit Hilfe vieler Sponsoren finanziert hat, ist Farihda (3) - hier auf dem Arm von Praktikantin Isabel Trumpfheller aus Michelstadt im Odenwald.

Nach dem Einzug ins „One Love Children's Home“ war das Mädchen sehr verstört und verängstigt. Gemeinsam mit dem Vorstand nahmen sich die „Nima“-Praktikantinnen Esther Ludwig und Isabel Trumpfheller der Kleinen an. „Nun lebt Farihda seit vier Wochen in ihrem neuen Zuhause und blüht von Tag zu Tag mehr auf“, freut sich Anna Zaaki. Da Farihda weder Englisch noch Haussa, die in dieser Region vorherrschende Stammessprache spricht, lernt sie nun mit den beiden Frauen aus Michelstadt Deutsch. Haussa und Englisch lernt sie von den anderen Kindern in der nach Monika Frey benannten Betreuung.

„Nima“ ist von der Kombination aus deutschen und ghanaischen Mitarbeitern überzeugt. Daher sucht der Vorstand sobald als möglich zwei Erzieherinnen, Lehrer oder Sozialpädagogen, die ab Februar für mindestens sechs Monate nach Ghana gehen. Dann nämlich ist das Praktikum von Esther Ludwig und Isabel Trumpfheller zu Ende.

Quelle: op-online.de

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