Löwenzahn und Wasser analysiert

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Erzieherin Ingrid Kleeblatt und einige Kinder erläuterten Landrat Oliver Quilling, wie in der Amselstraße experimentiert wird.

Waldacker (lö) - Die Vier- bis Sechsjährigen, die in der Kita Amselstraße Löwenzahn und Rodau-Wasser untersuchen oder mit der Webcam schlüpfende Vögel beobachten, sind die Techniker, Ingenieure und Wissenschaftler von übermorgen. Begeistert nehmen sie physikalische oder chemische Phänomene unter die Lupe.

Der Kreis hat die städtische Tagesstätte deshalb mit dem Titel „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet. Landrat Oliver Quilling brachte Urkunde und Hinweisschild gestern in Waldacker vorbei.

„Wir wollen Kinder neugierig auf Naturwissenschaften machen“, sagte Kita-Leiterin Ria Keller-Wettermann und betonte, dass das in ihrem Haus schon eine lange Tradition hat. 2001 wurde die erste Lernwerkstatt eingerichtet.

Vier Einrichtungen tragen den Titel

Die Kita Amselstraße ist der erste Rödermärker Kindergarten, der sich „Haus der kleinen Forscher“ nennen darf. Im Kreis Offenbach tragen vier weitere Einrichtungen - darunter „Die kleinen Strolche“ und die „Burg Schlotterstein“ in Rodgau - diesen Titel.

Kleine Forscherin, große Freude: Henrietta jubelt, weil der Bierdeckel auch kopfüber das Wasser im Glas hält.

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und engagiert sich für die naturwissenschaftliche, mathematische und technische Bildung von Kindern bis ins Grundschulalter. Sie unterstützt durch Fortbildung die pädagogischen Fachkräfte und stellt Materialien zur Verfügung, um naturwissenschaftlicher Experimente und Projekte in die tägliche Arbeit einzubinden. Derzeit sind 20 952 Kitas in ganz Deutschland an dem Programm beteiligt.

Mindestens zwei unterschiedliche Projekte

Tatsächlich sind die Voraussetzungen für die Auszeichnung keineswegs einfach nebenbei zu erreichen, erläuterte Quilling, der zunächst die knapp 230 Kitas im Kreis und dann alle Grundschulen in das Programm integrieren will.

Mindestens zwei unterschiedliche Projekte mit natur-wissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Bildungsinhalten sollen in den letzten zwölf Monaten mit den Kindern erarbeitet worden sein. Die Forscherprojekte müssen zudem dokumentiert werden.

Darüber hinaus müssen in der betreffenden Kita zwei Erzieherinnen - in Waldacker sind das Ute Spanuth und Ingrid Kleeblatt - zweimal im Jahr an Fortbildungen mit naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Themen teilnehmen.

Quelle: op-online.de

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