„Schäden höchstens oberflächlich“

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Eindeutiger geht"s kaum: Doch trotz Schildern und Absperrband kommen Spaziergänger, Jogger und Radler den Waldarbeitern oft näher als denen lieb ist.

Urberach - Die Sailerwiesenschneise ist seit Wochen schon mit einer dicken Schlammschicht bedeckt, der bei Taubhaus-Bewohnern beliebte Spazierweg Richtung Messel ist eine einzige Matschpiste. „Muss das denn sein?“, fragen einige unserer Leser.

Sie sorgen sich weniger um ihre Schuhe als um die Qualität der Wege. „Sobald das Holz abgefahren ist, werden die Wege wieder in Stand gesetzt. Ihre Substanz ist nicht gefährdet“, beruhigt Forstamtsleiter Christian Münch. Das geschieht in zwei Stufen. Liegen die Stämme erst einmal am Wegrand, nimmt Karl-Heinz Lauers Rückemaschine einen Stahlträger ins Schlepptau und zieht die obere Schlammschicht weg. Im Frühjahr beseitigt eine dicke Lage Kies dann auch die letzten Löcher und macht die Wege auch wieder für Fahrräder mit schmalen Reifen tauglich.

Aufgewühlte Waldwege sind eine lästige, aber unvermeidliche Begleiterscheinung der Holzernte.

Dass Sailerwiesen- und Hügelschneise so übel aussehen, liegt am frühlingshaften Winter. „Wir hatten seit Wochen keinen Frost mehr, aber reichlich Regen“, erklärt Münch. Die Erde ist mit Wasser mehr als gesättigt. In einigen Ecken des Urberacher Waldes bleibt das Holz mit Rücksicht auf den Boden erst einmal liegen. Notfalls muss die Kundschaft warten.

So schön ist der Winter in den Bergen

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Der feucht-warme Winter hat aber auch seine guten Seiten. Die Böden speichern jetzt das Wasser, das die Bäume im Frühjahr und Sommer zu wachsen brauchen. Münch kündigte außerdem an, die Bürger im Herbst früher zu informieren, wo Holz geschlagen wird.

(lö)

Quelle: op-online.de

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