Warten auf rettende Körperzellen

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Vor der Praxis von Dr. Dieter Knop in Urberach, dem diesjährigen Präsidenten des Lions Clubs Rodgau-Rödermark, übermitteln Dr. Knop (links) und Lions-Mitglied Michael Süß ihre Wünsche stellvertretend an Michelles Urgroßvater Alfred Schmidt (Mitte). Außerdem überreichten sie eine weitere Geldspende.

Ober-Roden - (chz/lö) Nach langem bangen Warten ist es so weit: Die Suche nach einem geeigneten Stammzellen-Spender war erfolgreich, die siebenjährige Michelle Schneider kam gestern auf die Transplantationsstation des Uniklinikums Frankfurt.

Falls ihre Blutwerte gut bleiben, bekommt die kleine Leukämie-Patientin am Montag, 19. Oktober, Zellen aus dem Knochenmark des Spenders übertragen.

Derzeit geht es ihr den Umständen entsprechend gut, wie ihre Tante Claudia Hermann mitteilte. Wenn alles positiv verläuft, wird Michelle anschließend zwei Monate in klinischer Obhut bleiben, ehe sie hoffentlich gesund entlassen werden kann.

Mitte September hatten in der TG-Halle mehr als 1 000 Menschen ihr Blut untersuchen lassen: Sie wollten alle wissen, ob sie als Stammzellen-Spender für das Mädchen in Frage kommen. Ob der potenzielle Lebensretter bei dieser Typisierungsaktion gefunden wurde, verrät das Deutsche Rote Kreuz allerdings nicht: Würden sich Spender und Empfänger kennen, wäre die psychische Belastung ungeheuer hoch.

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Hilfe für Michelle

Dem leukämiekranken Mädchen, dessen Familie im Februar von der Krankheit erfahren hatte, schlug in den vergangenen Monaten eine beispiellose Welle der Solidarität entgegen. Allen voran engagierte sich die Turngemeinde, weil Michelle bei ihren Mini-Majoretten tanzt. Aber auch Rotes Kreuz, Feuerwehr und St. Nazarius-Gemeinde suchten nach Spendern oder sammelten Geld für weitere Typisierungen. Während der Ober-Röder Kerb hatten die Fußballer von Germania und Viktoria ein Trikot mit Unterschriften aller Bayern-Stars zugunsten des Mädchens verlost.

Den zahllosen Benefizaktionen haben sich jetzt auch die Mitglieder des Lions Club Rodgau-Rödermark angeschlossen, die mit einer Geldspende die dringend erforderliche Unterstützung von Familie und medizinischer Betreuung nochmals gestärkt haben, ganz im Sinne ihres Clubmottos „Kindern eine Chance geben“.

Quelle: op-online.de

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