Frierende Schausteller und Besucher beim Urberacher Nikolausmarkt:

Kälte kurbelt den Glühweinumsatz an

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Ein Glühwein aus dem großen Kessel am Stand des KSV Urberach ist für die Besucher des Urberacher Nikolausmarktes Tradition.

Urberach - Der traditionelle Urberacher Nikolausmarkt auf dem Häfnerplatz zwischen Kelterscheune und Konrad-Adenauer-Straße konnte diesmal mit winterlichen Temperaturen vor allem am Samstag durchaus mit dem kleinen Ober-Röder Adventsmarkt am ersten Adventswochenende mithalten. Von Christine Ziesecke 

Klirrende Kälte ließ die Standbetreiber, die teilweise schon seit dem frühen Morgen mit dem Aufbau beschäftigt gewesen waren, richtig frieren, doch kurbelte auch den Glühweinumsatz gut an. Und man traf trotz nicht allzu vieler Gäste und weniger Stände doch immer wieder alte Bekannte, unter den Besuchern ebenso wie unter den Marktbetreibern, wo vom Bauern Baumer mit seinen duftenden Winteräpfeln bis zu den Urberacher Pfadfindern einige dabei waren, die sich schon auf dem früher noch großen Nikolausmarkt mit großem Aufwand präsentiert hatten.

Die vielen parallel stattfindenden Veranstaltungen in diesem kurzen Advent und auch der winterliche Kälteeinbruch bescherten dem Nikolausmarkt weniger Besucher.

Ein wenig trauert man schon der Zeit nach, als die Konrad-Adenauer-Straße noch als Budenstraße gesperrt war, doch mit viel Liebe, mancherlei Überredungskunst und mit viel eigenem Zupacken ist es dem Urberacher Nikolausmarkt-Komitee gelungen, überhaupt eine kleine gemütliche Budenzeile rund um den Häfnerplatz zu gestalten. Vor allem die unermüdliche Karnevalsabteilung des KSV, die Urberacher Pfadfinder, der Kinderschutzbund und die Freie evangelische Gemeinde haben sich dafür stark gemacht. „Nach wie vor ist der Häfnerplatz ideal für so einen Markt“, lobte KSV-Vorsitzender und Marktkoordinator Werner Popp. Das bewiesen auch die Bläser vom Musikverein 06 und vom Posaunenchor der Petrusgemeinde mit weihnachtlichen Weisen. Die Pfadfinder standen auch im Mittelpunkt der Freien evangelische Gemeinde Rödermark: Das Team lud in die große schwarze Pfadfinderjurte ein, wo in einer von Pastor Jens Bertram und den Scouts selbst gebauten Konstruktion Kerzen gezogen werden konnten. Weihnachten ist ein Geschenk Gottes an uns alle – das stand über der Gestaltung des Zeltes ebenso wie über den passenden kleinen Präsenten für die Besucher. Weihnachten als riesengroßes Geschenk war auch das Zentrum ihres Hirtenspieles, das sie mehrmals in heftiger Kälte auf dem Häfnerplatz aufführte.

„Das Geschenk der Weihnacht an uns und der eigentliche Ursprung des Festes kommen auf unseren Märkten fast nicht mehr vor – es geht nur noch um Essen und Trinken, dabei sollten wir doch an die Wurzeln des Festes erinnern“, begründet Pastor Bertram den Aufwand, mit dem sich seine Pfadfinder auf diesem Markt einbringen.

Bilder: Nikolausmarkt in Urberach

Besondere Mühe mit der Gestaltung hatten sich auch die Mitarbeiterinnen der AWO und hier vor allem des Krippenhauses der „Herzenskinder“ gegeben: Ihr goldfarbener Stand erstrahlte durch hunderte kleiner Lichter. Dort verkauften sie unter anderem von den Kindern selbst gestaltete Weihnachtskarten. Am Sonntag konnten die jungen Besucher auch selbst aktiv werden – in der Kelterscheune, wo der der Kinderschutzbund Rödermark wieder für ein buntes Bastelangebot sorgte.

Die Besucher ließen es sich schmecken.

Nicht vorbei kamen die Gäste auch am Stand des KSV-Urberach – traditionell versorgte er an markanter Stelle am Marktanfang oder -ende, gleich neben dem nicht allzu gut besuchten Kinderkarussell, die Menschen mit einem ersten oder einem letzten Glühwein aus dem Kessel. Traurig darüber, dass sich so wenige Vereine am Markttreiben beteiligten, ist Organisator Werner Popp: „Wir machen das ja nicht als Geschäft, sondern für die Menschen. Es ist unser eigener kleiner Nikolausmarkt, von uns für uns und unsere Mitbürger. Und das wollen wir auch so lange wie möglich durchhalten.“ Die Besucher danken es den ehrenamtlichen Veranstaltern hoffentlich auch weiter mit regem Besuch.

Quelle: op-online.de

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