Im Jugendzentrum Ober-Roden

„X-Mas-Trash“: Lieber besinnlich als schräg?

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Die Mitarbeiter des Jugendzentrums Ober-Roden hatten sich viel Mühe gegeben, einen zünftigen „X-Mas Trash“ auf die Beine zu stellen, doch der Zulauf war dieser Premiere bescheiden.

Ober-Roden - Weihnachtliche Müllparty - das klingt ziemlich schräg. Heißt die Fete aber „X-Mas-Trash“ können junge Leute ihr etwas abgewinnen, denn Trash hat im Szene-Englisch noch andere Bedeutungen. Die städtischen Jugendarbeiter haben"s eine neue Veranstaltung getestet.

Premiere in den Räumen des Jugendzentrums Ober-Roden in der Trinkbrunnenstraße 10: Unter dem Motto „X-Mas-Trash“ stieg Rödermarks letzte Party vor Weihnachten. Die städtische Jugendabteilung sorgte mit Licht- und Nebeleffekten sowie mit einer Fotostation und vielen Zutaten für nette Schnappschüsse für Abwechslung, Florian Brehm für die Musik und die Organisatoren Chris Götte, Jan Lannert. David Bohrmann und Nina Garrow mit einigen „Unterstützern“ für einen trashigen Abend.

Der Begriff „Trash“ (engl. für Müll) wird auf unterschiedliche kulturelle Phänomene der Gegenwart angewendet. Der Online-Duden definiert Trash als eine „Richtung in Musik, Literatur und Film, für die bewusst banal, trivial oder primitiv wirkende Inhalte und eine billige Machart typisch sind“. Im Jugendzentrum Ober-Roden sollte es einfach vorweihnachtlich urig sein, doch leider fehlten bei der Premiere die Besuchermassen.

Aus Urberach waren unter anderem Wassim, Mohammed und Amir mit dem städtischen Jugendbus vom „SchillerHaus“ nach Ober-Roden gefahren worden - ein Junge aus Syrien, drei aus Afghanistan und einer aus Griechenland. Alle waren 14 oder 15 Jahre alt, alle leben zwei bis drei Jahre in Urberach. Sie alle erzählten, dass sie natürlich Weihnachten feiern, und schienen das für völlig normal zu halten. Das höchste Fest der Christenheit - oder vielleicht nur seine Annehmlichkeiten wie Geschenke und gutes Essen - wird auch von anderen Religionen gewürdigt.

Der Abend war offen für Jugendliche ab 14 Jahren. Besucher bis zum Alter von 16 bekamen Bändchen und damit auch nicht das Bier, das als einziges alkoholisches Getränk ausgeschenkt wurde, und um Mitternacht wurden alle unter 18-Jährigen ruhig, aber deutlich hinauskomplimentiert. „Es muss erst bekannter werden“, ordnete Nina Garrow die Lage ein, die seit gut einem Jahr im JUZ und im „SchillerHaus“ als Jugendkoordinatorin als Aushilfe für Stephanie Grabs einspringt und an der Frankfurter Goethe-Universität Erziehungswissenschaften studiert. Sie konnte dem eher ruhigen Abend aber auch positive Seiten abgewinnen: „Man hat einen guten Überblick und kann die Leute an so einem Abend recht gut kennenlernen.“

- Das „SchillerHaus“ ist zwischen den Jahren geschlossen. Die Jugendarbeit beginnt wieder am 4. Januar, die Senioren- und Sozialberatung am 9. Januar. Alle anderen Veranstaltungen und Beratungen fangen ab dem 15. Januar wieder an. (chz)

Quelle: op-online.de

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