Weihnachten vielleicht daheim

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217 Euro hatten die Kinder der Schola St. Nazarius vom Taschengeld oder bei ihren Familien für Michelle gesammelt; die Pfarrei St. Nazarius hatte den Betrag dann verdoppelt, sodass die Kinder 434 Euro an Michelles Tante Claudia Hermann übergeben konnten.

Ober-Roden (chz) ‐ „Wir lassen Michelle nicht allein“ - 150 Kinder und Jugendliche sowie zahllose Betreuerinnen und Eltern aus den Abteilungen der TG Ober-Roden hatten gemeinsam eine Benefizveranstaltung auf die Beine gestellt, um weiter Spenden für die an Leukämie erkrankte Michelle Schneider zu sammeln.

Die beste Nachricht des Tages war, dass es dem Mädchen nach der Knochenmarkstransplantation vor gut zwei Wochen den Umständen entsprechend gut gehe und die Genesung bislang ohne Komplikationen verlaufe. Dennoch sei der Bedarf an Hilfe groß.

Sascha Reisert, Sitzungspräsident der TG Ober-Roden, präsentierte persönlich die Bühnengäste und hatte seine liebe Mühe, sie nicht immer mit einem herzhaften „dreifach Owweroure hellau!“ zu verabschieden. Statt dessen konnte er allen Gästen kleine Drachen mit Süßigkeiten als Dankeschön von Michelles Familie überreichen.

Und es waren viele auf der Bühne, die ihren Teil zur Benefizveranstaltung beisteuern wollten. Neben dem Musikzug der TG unter Leitung von Alfred Kraus wollten auch das Jugendorchester des Urberacher Musikvereins 06 und der Musikverein Viktoria 08 ihren Teil beisteuern. Ebenso die Schola der Pfarrei St.Nazarius, deren Mitglieder sogar Taschengeld und Spardosen geplündert hatten und 217 Euro mitbrachten - von Pfarrer Elmar Jung im Namen der Gemeinde aufs Doppelte aufgestockt. „Wenn wir zusammenhalten, werden wir auch Leid, Schrecken und Not gemeinsam bewältigen“, ermutigte der Pfarrer in seinem Grußwort. Linda Roth, bekannte Kinder-Fastnachterin, bewegte die Gäste mit einem Wunschgedicht, ähnlich wie die ehemalige Kinderprinzessin Sabrina Fuchs, Jana Schwarz oder Lea Weiland. Die TG-Nachwuchsgarde tanzte ebenso wie Tanzmariechen Celine Frank. Wie schon in der letzten Fastnachtskampagne begeisterte die Mini-Playback-Show des TG Musikzugs die Besucher, und Michi Reisert erheiterte mit seiner Aussage: „Ich bin einmalig“. Die Reit- und Fahrfreunde Obertshausen gaben einen Einblick ins Voltigieren - allerdings hallengerecht auf Holzpferden. 300 Euro hatte das aufgestellte Spendenschwein am Abend in seinem Bauch, und auch die ständig umlagerte Tombola, deren Preise viele Firmen gesponsert hatten, erbrachte eine stattliche Summe. Ralf Jünger vom KSV Urberach übergab Michelles Tante Claudia Hermann 500 Euro, die ein Freund für ein Trikot des AC Mailand bezahlt hatte.

Mit den Mini-Majoretten tanzten Michelles Schwester Céline (10) und ihre Cousinen Betty und Nelly. Am 3. Dezember wird Michelle acht Jahre alt, erzählte Céline, und wenn es bis dahin keine Rückschläge gibt, bekommt sie zum Geburtstag vielleicht „Heimaturlaub“ aus der Uniklinik. Danach wird sie noch einmal zurück müssen, doch mit etwas Glück könnte sie Weihnachten zu Hause sein, freut sich die Schwester.

Quelle: op-online.de

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