Bei Wiedereröffnung der katholischen Kita

Generalvikar assistiert Gallus-Kindern

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Garantiert ein bleibendes Erlebnis für die Kinder: die Segnung der neu um- und ausgebauten Räume ihrer Kita St. Gallus gemeinsam mit Generalvikar Udo Bentz. Der gab den Weihwasserschwengel gerne an die Kleinen weiter. 

Urberach - Die Kindertagesstätte der Pfarrgemeinde St. Gallus ist drei Jahre lang umgekrempelt, renoviert und ausgebaut worden. Zur Wiedereröffnung kam Weihbischof Udo Bentz. Er ist seit Kurzem Generalvikar und damit Verwaltungschef des Bistums Mainz.

Diese Phase des Umbaus und der Unruhe in der Kita St. Gallus hat endlich ein Ende gefunden. Die Erzieherinnen und Erzieher unter der Leitung von Annemarie Kern-Richter können wieder unter normalen Umständen arbeiten. Es ist inzwischen einige Jahre her, so erinnerte Pfarrer Klaus Gaebler, dass die Forderung nach einem Ausbau der inzwischen über 50 Jahre alten katholischen Kita immer dringender wurde. Verbunden damit war die Bitte der Stadt, dem steigenden Bedarf an Essensplätzen nachzukommen. Für diese Erweiterung war ein Anbau unerlässlich, dem auch das Bischöfliche Ordinariat in Mainz zustimmte.

Beauftragt wurde das Architekturbüro Trageser, das bei der Einweihung des runderneuerten Gebäudes die drei Teile der Bauabschnitte erläuterte: die lange erwartete Sanierung, der Personalanbau sowie die beiden Anbauten für den Mehrzweck- und den Essraum. Außerdem wurden die Toiletten erneuert. Raum gibt es nun auch für persönliche Rückzüge und für Elterngespräche etwa. Zudem wurden ein neuer Schlafraum für die Kinder geschaffen und die Wege zwischen Küche und Speiseraum sinnvoll verkürzt. Das alles war trotz der geringen Erweiterung von 630 auf nun 770 Quadratmeter möglich.

Die Kinder, die kurzfristig in den Wald auf die Bulau ausgewandert waren, konnten die Bauphasen hautnah live miterleben und trauern nun auch dem letzten abziehenden Bagger nach – ganz im Gegensatz zum Personal, das nun endlich zur Ruhe kommen möchte.

Zur Weihe der neuen Räume kam Weihbischof Udo Bentz. Vor kurzem zum neuen Generalvikar des Bistums Mainz ernannt, ging sehr liebevoll auf die Kinder ein. Auf dem Boden des von den Pfadfindern aufgestellten Zeltes sitzend, fragte er sie nach ihren persönlichen Vorlieben und wandte sich auch in seiner Ansprache direkt an die Jüngsten. Beim Rundgang durch die Räume überließ er deren Segnung jenen Kindern, die darin auch die meiste Zeit leben. Stolz erzählte ein kleiner Junge seinem Vater: „Ich habe gerade die Küche gesegnet!“

Der Generalvikar betonte, dass jeder verbaute Euro zugleich ein Stein für die Gemeinschaft sei. Die Kita sei nicht separat zu sehen, sondern als Ort gelebten Glaubens: „Die Kinder in unserer Mitte zeigen uns zudem: Die Welt dreht sich um sie und nicht umgekehrt.“

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Grußworte kamen von Pfarrgemeinderat Dieter Berktold und von Landrat Oliver Quilling, dem zur Zeit 199 Kindergärten mit 15 100 Kindern im Kreis unterstehen. Bürgermeister Roland Kern begrüßte die Kinder mit der übergroßen Handpuppe „Lotte“.

Der Elternbeirat hatte eine Reihe schöner Erinnerungen mitgebracht: etwa die Suche nach dem Christkind, das in den drei Baujahren gefühlt drei bis fünf mal umgezogen ist und jedes Mal vor Weihnachten wieder gesucht und rechtzeitig vor Heiligabend gefunden wurde. Die Eltern dankten der Leiterin: „Sie haben den Umbau zu einem Erlebnis für unsere Kinder gemacht!“ Annemarie Kern-Richter war selbst dankbar: „In diesen Räumen können wir die Philosophie dieses Hauses hervorragend mit den Kindern umsetzen!“ Sie freue sich sehr, sich endlich wieder auf die Entwicklung und die Bildung der Kinder konzentrieren zu können. (chz)

Quelle: op-online.de

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