Wilde Party am Pavillon des „Braaret-Bernsche“

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Arg gerupft sieht der Pavillon am „Braaret-Bernsche“ nach der nächtlichen Fete aus. Foto:

Ober-Roden (chz) - Unbekannte Rowdys haben ihr Mütchen am „Braaret-Bernsche“ gekühlt und mit ihrer Zerstörungswut jene Menschen betrübt, die viel Arbeit in das alte Ober-Röder Kleinod gesteckt hatten.

Die Initiative „Wir sind Breidert!“ ist seit gut einem Monat dabei, das „Braaret-Bernsche“ aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Freiwillige haben viele ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert, und so langsam schimmert schon etwas von dem alten Glanz durch, doch es ist noch einiges zu tun. Zuletzt fand eine Begehung mit dem NABU statt, nach der ein erstes Vogelhaus aufgehängt wurde.

Offenbar am Samstagabend haben ein paar Leute wild im Wald gefeiert, stellte „Wir sind Breidert!“-Sprecher Karlheinz Weber diese Woche fest. Die Rowdys rissen Bäume um und schleiften sie zu dem noch etwas ramponierten Pavillon, um dann darin ein Feuer zu entzünden. Dachpappe wurde herunter gerissen und wohl als Brandbeschleuniger eingesetzt. Bei der Party gingen große Mengen an Flaschen zu Bruch, die Scherben wurden großflächig verteilt.

„Was hat eine solche sinnlose Zerstörung für einen Sinn?“

Es ist Wunsch und Motivation der Initiatoren, das „Braaret-Bernsche“ der Öffentlichkeit wieder mit Leben zu erfüllen. Dazu ist auch jeder eingeladen. „Aber so war das eigentlich nicht gedacht. Was hat eine solche sinnlose Zerstörung für einen Sinn? Was ist die Motivation, so etwas zu tun?“ fragt Karlheinz Weber ratlos. Die Initiative lässt sich ihre Vision, das „Braaret-Bernsche“ wieder herauszuputzen und ihm seinen alten Mythos wieder zurückzugeben, nicht nehmen.

Weber appelliert an das Ehrgefühl der Wüteriche: „Ihr, die die sinnlose Zerstörung betrieben habt, seid scheinbar nicht in der Lage, Eure Kraft sinnvoll umzusetzen, um Werte zu schaffen, anstatt sie zu zerstören. Schaut Euch das Bernsche und sein Umfeld jetzt an. Es strahlt schöner als vorher. Ihr seid an diesem schönen Ort willkommen, aber um aufzubauen. Im einfachsten Fall: um es Euch einfach gut gehen zu lassen.“

Quelle: op-online.de

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