FDP will Biokraftwerk stoppen

Rödermark ‐ Die FDP Rödermark will den Bau einer Biogasanlage am Rödermark ring stoppen. Sie zweifeln sowohl an Ökologie als auch an der Wirtschaftlichkeit des Reaktors, der mit Biomasse betrieben werden soll. Von Michael Löw

Nicht alles, was „Bio“ heißt, ist automatisch ein gut für Mensch und Umwelt. Die FDP fordert deshalb den Ausstieg aus dem Projekt Biogasanlage - zumindest mittelfristig. Die Liberalen wollen verhindern, dass ganze Stadtteile nach Faulgasen stinken.

Bürgermeisterkandidat Hans Gensert und Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger führen noch eine ganze Reihe weiterer Argumente gegen die Energieerzeugung aus Pflanzen ins Feld. Alle potenziellen Standorte liegen in der Frischluftschneise links und rechts des Rödermarkrings.

Überdies sei ein ökologisch verträglicher und zugleich ökonomischer sinnvoller Alltagsbetrieb ausgeschlossen – unter anderem, weil es im Umkreis bereits solche Anlagen gibt.

Vor gut einem Jahr hatte die Stadtverordnetenversammlung den Bau einer Biogasanlage in der Nähe des Kompostierungsanlage beschlossen. Der Magistrat sprach mit mehreren potenziellen Investoren. Am Ende blieb ein ernsthafter Interessent übrig, der ein mit Mais betriebenes Kraftwerk (Leistung: 1 000 Kilowatt) plante. Doch die Naturschutzbehörde des Kreises erhob Einwände gegen diesen Standort.

In der Sitzung am 15., 16. und 21. Februar soll das Stadtparlament seinen Beschluss vom Februar 2010 aufheben.

Quelle: op-online.de

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