Gemeinschaftsarbeit am Braaret-Bernsche

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Giuseppe, Alessandro, Mustafa und Phillip aus der Klasse 7c der Nell-Breuning-Schule halfen ebenfalls kräftig mit.

Ober-Roden (chz) - Wenn die Initiative „Wir sind Breidert“ sich etwas vornimmt, bringt sie es auch in Gang – und notfalls sogar ein paar Tage vor Heiligabend.

Wer vor der nahenden Weihnachtshektik flüchten wollte, war hier richtig: Arbeitseinsatz am Braaret-Bernsche, auf Hochdeutsch dem stark in die Jahre gekommenen Breidert-Born und dem nahegelegenen kleinen Holzpavillon im Wald hinter der Thomastraße. Die Initiative „Wir sind Breidert“ hatte es sich im Herbst auf die Fahnen geschrieben, dieses schöne Fleckchen Erde wieder zum Schmuckstück zu machen.

Nach Absprache mit Försterin Gabriele Rutschmann-Becker hatten Waldarbeiter bereits wenige Tage vor dem Einsatz Bäume gefällt und Vorarbeiten gemacht. Als die ersten Aktionshelfer im Wald aufkreuzten, lagen auf dem Weg vier Bäume quer – wie gut, dass Fritz Rüttgers kurz zuvor einen Motorsägen-Führerschein gemacht hatte und gemeinsam mit Hans Röhrig ans Grobe gehen konnte. Kleinere Reisighäufen wurden ordentlich weiter hinten im Wald aufgeschichtet, dicke Stämme als Kaminholz auf Anhänger verladen.

Eine der beiden Sägen verließ rasch der Lebensgeist

Fritz Rüttgers im Vordergrund und Hans Röhrig waren mit ihren Motorsägen-Führerscheinen fürs „Grobe“ zuständig: Das kleine Geäst wurde hinterher säuberlich im Wald aufgeschichtet, die kräftigen Stämme gleich als Kaminholz vorbereitet.

Eine der beiden Sägen verließ rasch der Lebensgeist – doch kein Problem: Rolf Zechner hatte eine nagelneue Säge schon im Schrank liegen, die er sich selbst zu Weihnachten schenken wollte; sie bestand die Nagelprobe exzellent. Für den Kerbborsche-Jahrgang 1982/83 sorgte Reiner Erter für Kontinuität, denn diese Truppe hatte auch die erste größere Renovierung 1994 mitgetragen. Mit dabei sind auch der Heimat- und Geschichtsverein Rödermark sowie einige Mitglieder des Schuljahrgangs 1936/1937. Auch vier Siebtklässler aus der Nell-Breuning-Schule packten mit an. Es wurde schwer gearbeitet, bis weit ins Breidert hinein waren die Sägen und die Stimmen der 22 Beteiligten zu hören.

Pünktlich um 12.30 Uhr gab’s im Pavillon eine deftige Holzfäller-Brotzeit und viele guten Wünsche, dass dieser später in neuem Glanz erblühen möge. Die freiwilligen Waldarbeiter waren zufrieden: „Das sieht schon sehr viel aufgeräumter aus!“ Sie waren sich aber auch einig, dass sie noch so einige Einsätze brauchen und dann bei besserem Wetter vielleicht auch mit mehr Einsatzkräften rechnen können.

Keine nennenswerten Kosten

Bisher sind bei der Aktion keine nennenswerten Kosten entstanden, und auch die regelmäßige Pflege rund ums renovierte Bernsche ist dank „Wir sind Breidert“ geklärt. Mit im Boot ist demnächst auch der Naturschutzbund. Beide Gruppen planen rund 15 Nistkästen, die sie mit den Kindergärten aufhängen wollen. Mit der Firma Wolf Holz hofft Initiativen-Sprecher Karlheinz Weber einen erfahrenen Profi ins Boot holen zu können. Er ist rundherum zufrieden mit dem bisher Geleisteten: „Das Singen der Motorsägen fördert den Gemeinsinn.“

Falls das Wetter mitspielt, ist der nächste Arbeitseinsatz bereits am 29. Dezember – nähere Informationen gibt’s unter www.quartier-breidert.de oder bei Karlheinz Weber, Telefon: 06074 881310, E-Mail: khweber@t-online.de.

Quelle: op-online.de

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