Wochenmarkt mit Premiumprodukten

Am „Knochen“ gibt"s bald 1a-Fleisch

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Die „Business Angels“ Peter Raesch, Günther Sommerlad und Gerd Schreiner präsentierten gestern mit Wirtschaftsförderer Till Andrießen (2. von links) das Konzept des neuen Ober-Röder Wochenmarktes, das sie mit Alfons Hügemann und Stefan Mertz erarbeitet haben.  

Ober-Roden - Ober-Roden bekommt einen zweiten Wochenmarkt. Er soll immer donnerstags Leben in einen Ortskern bringen, in dem Traditionsgeschäfte schließen und Backshops aus dem Boden schießen. Von  Michael Löw 

Zehn handverlesene Beschicker bilden sozusagen das Gegengewicht in der Premiumklasse. Rund um den „Knochen“, den Brunnen am Rathaus, wird ab Mitte Mai Fleisch von Schwein, Rind, Lamm und Geflügel verkauft - neben Obst, Gemüse, Käse, mediterranen Spezialitäten, Blumen, Kaffee und mehr. Ober-Rodens zweiter Wochenmarkt wird von der Stadt - genauer gesagt: von der Wirtschaftsförderung - betrieben. Doch seine geistigen Väter sind die „Business Angels“.

„Wir haben uns überlegt, wie man die Stadt ein Stück weit attraktiver machen kann“, erläutert Peter Raesch, ein früherer Marketingmanager. Aber nicht erst in vier, fünf Jahren, sondern möglichst schnell. Ein Wochenmarkt bot sich an. Zusammen mit Günther Sommerlad, Stefan Mertz und Gerd Schreiner schaute sich Peter Raesch in den Kreisen Offenbach und Hanau um. Sie haben fast drei Dutzend Händler besucht, zehn von ihnen stellen ihren Verkaufswagen künftig zwischen Rathaus und Bücherturm auf. Sie sind, so Raesch und Sommerlad, Profis mit qualitativ hochwertigen Sortimenten.

Der Geflügelhändler kommt aus dem südhessischen Bürstadt. „Alles, was in seiner Theke ausliegt, hat er am Tag zuvor selbst geschlachtet“, verspricht Raesch Premiumprodukte. Bis zu 50 Kilometer Anfahrt nehmen die Marktbeschicker in Kauf. Das zeugt vom Vertrauen ins Konzept der „Business Angels“.

Sie haben auch viele Rödermärker (Lebensmittel-)Händler angesprochen. Doch die sagten ab - meist, weil ihnen Personal für sechs zusätzliche Verkaufsstunden donnerstags zwischen 8 und 14 Uhr fehlt. Die Anforderungen an die Marktmacher sind hoch. Ihnen reicht‘s nicht, dass die Ware einfach gewogen und über den Tresen gereicht wird. Das Personal soll qualifiziert genug für eine fundierte Beratung sein. Wer eine edle Entenbrust kauft, will ja wissen, wie sie innen zartrosa und außen knusprig auf den Teller kommt.

Der Rathausplatz ist das Herzstück des neuen Marktes, den die „Business Angels“ als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zu dem etablierten Wochenmarkt dienstags und samstags vor der Sparkasse sehen. Die Trinkbrunnenstraße wird bis vor den Bücherturm zur Einkaufsstraße.

Im Hof des „Jägerhauses“ baut ein Winzer aus Rheinhessen seinen Stand auf und rundet den Markt gastronomisch ab. Die Händler kommen am 23. April nach Ober-Roden. Sie besprechen mit den „Business Angels“ und Wirtschaftsförderer Till Andrießen die Standverteilung und klären Fragen wie Strom- und Wasserversorgung.

Der neue Markt wird am 17. Mai mit einer kleinen Feier eröffnet und findet mit Ausnahme der Feiertage jeden Donnerstag von 8 bis 14 Uhr statt.


Quelle: op-online.de

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