Wohnen im Alter: Spannende Standortfrage

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So soll das neue Haus am Mühlengrund aussehen. Der Neubau könnte nach kleineren Änderungen aber auch auf dem bisherigen BA-Gelände errichtet werden.

Urberach ‐ Die Stadt Rödermark beziehungsweise die Kommunalen Betriebe Rödermark wollen 43 seniorengerechte Wohnungen bauen. Die Frage ist nur: Wird das betagte Altenwohnheim am Mühlengrund von Grund auf erneuert oder kommt auch ein anderer Standort in Frage? Von Michael Löw

Der alte Standort ist nach dem derzeitigen Stand der Dinge auch der neue. Die Kommunalen Betriebe Rödermark (KBR) planen nach wie vor, das 1967 errichtete Altenwohnheim am Mühlengrund zu einem modernen Haus für Betreutes Wohnen umzubauen. Erster Stadtrat Alexander Sturm, der für die KBR zuständige Dezernent, stellte gestern einen Bericht unserer Zeitung richtig, laut dem der Neubau an der Ober-Rodener Straße entstehen könnte. Das hatte die CDU vorgeschlagen

Dass die KBR das Grundstück der Berufsakademie (BA) grundsätzlich für geeignet halten, bedeute noch keinen Sinneswandel, erklärte Sturm. Nicht mehr - aber auch nicht weniger - hätten die KBR zum Betreuten Wohnen in der Ober-Rodener Straße gesagt. Der CDU-Vorschlag, der manchen Vorteil hat (ein Jahr Zeitersparnis, zentralere Lage, weniger Umzugsstress für die betagten Mühlengrund-Bewohner) müsse zunächst einmal politisch diskutiert werden.

Die Senioren, die in unserer Zeitung davon gelesen hatten, fanden ihn jedenfalls gut. Diese Erkenntnis nahm Sturm nach einem Gespräch mit den Senioren gestern mit ins Rathaus.

Zurück zu den KBR-Plänen für den Mühlengrund, die Sturm gestern detailliert erläuterte. Der Neubau mit 43 Wohnungen würde jetzt nur noch 5,6 Millionen Euro kosten. Ursprünglich waren die KBR von 7,4 Millionen Euro ausgegangen; doch jetzt verzichten sie auf einen Keller, was die Kosten kräftig drückt. Und weil die neue Begegnungsstätte „SchillerHaus“ die Funktion eines Seewald-Stadtteiltreffs übernimmt, können die KBR am Mühlengrund auf teure Mehrzweckräume verzichten.

Bürgermeister Roland Kern ergänzte, dass es für das Ende 2011 frei werdende BA-Gelände Interessenten gebe. Mehr könne er zu diesem Zeitpunkt aber nicht sagen; er habe ihnen Vertraulichkeit zugesichert.

Quelle: op-online.de

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