wumboR-Lauf in Urberach

Scharfe Auflagen prima gemeistert

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Übertrieben oder nicht? Obwohl Ein- und Ausfahrten auf den gesperrten Streckenabschnitten mit „schwerem Gerät“ (LKW) und Zäunen gesperrt waren, musste ein Helfer mit Fahne zusätzlich bereitstehen – falls jemand die Absperrung verändert.

Urberach - Drei Veranstaltungen rund ums Badehaus und die Halle Urberach auf einen Streich. Dazu diverse Straßensperrungen. Konnte das gut gehen? Große Disziplin der Autofahrer und die Umsicht zahlreicher Helfer haben das Schlimmste verhindert.

Drei Veranstaltungen gleichzeitig auf engstem Raum, eine davon der rund 800 Teilnehmer starke wumboR-Lauf und eine weitere ein von 360 Gästen besuchtes Frühstückskonzert. Dazu eine für die Läuferinnen und Läufer per Anordnung unerlässliche Vollsperrung des Ober-Röder Straße – das konnte eigentlich nicht gut gehen. Das große Verkehrschaos war für den vergangenen Sonntag befürchtet worden, doch es blieb aus. Alles lief überraschend ruhig. Es war ein gelungener Tag.

Weitgehend ging es um Auflagen des Kreises, die andere Städte längst einhalten und in Rödermark bislang noch – dank der guten Erfahrungen – legerer gehandelt werden konnten. Erschwerend kamen vor allem die Parallelität der Veranstaltungen von wumboR-Lauf, Frühstücksmatinee der „Edelvoices“ in der Halle Urberach und einem Jazzfrühschoppen von RedRoosterRödermark im Nedelmann-Theater dazu: alles gleichzeitig, alles in engster räumlicher Nähe – und teilweise im neuen „Sperrbezirk“.

Da passte es umso besser, dass im Konzertprogramm der „Edelvoices“ rein zufällig Herbert Grönemeyers Ohrwurm „Mambo“ den Abschluss bildete: „Ich drehe schon seit Stunden hier so meine Runden… ich finde keinen Parkplatz…du sitzt bei Kaffee und Kuchen und ich kurv hier ‚rum!“ Vorsichtshalber hatte der Chor seinen von außerhalb kommenden Gäste gleich schriftlich einen Umfahrungstipp gegeben und die Rödermärker um den Besuch zu Fuß oder mit dem Rad gebeten.

So kam’s, dass selbst kurz vor Konzertbeginn in der Halle Urberach auf dem Festplatz noch freie Parkplätze zu finden waren – entgegen aller Befürchtungen.

RedRooster-Chef Harry Beierer traf’s letztlich am konkretesten. Er bekam erst am 30. April den Brief der Stadt mit der Mitteilung der Vollsperrung und konnte seinen Musikern nur noch absagen, da nicht einmal deren Anfahrt mit den Instrumenten möglich gewesen wäre. „Leider war eine Verschiebung vier Tage vor dem Konzert nicht mehr möglich, sodass die Kosten der Veranstaltung komplett bei RedRoosterRoedermark hängen bleiben werden“, bedauert er.

Positiv ist das Fazit des Orga-Teams der drei Urväter des wumboR-Laufs. „Die Organisatoren dieser großen Veranstaltung der Stadt Rödermark konnten trotz schwieriger Randbedingungen und hoher Anforderungen durch die Verkehrsbehörden des Kreises Offenbach durch den Einsatz vieler zusätzlicher Helfer den Lauf perfekt organisieren.“ Hans Röhrig (TS Ober-Roden), Fredi Daum (Run4Fun) und Siegfried Kupzok (MTV Urberach) hatten mit ihrem großen Helferstab im Vorfeld zwar sehr viel mehr Aufregung und Arbeit, doch es hat sich gelohnt. 40 statt der bislang üblichen 20 Streckenposten waren nur eine der notwendigen Neuerungen, die auch nicht immer auf den ersten Blick als sinnvoll erkennbar waren. Beispiel: Wenn die geschlossene Ausfahrt der Firma Aldi zur Ober-Röder Straße hin nicht nur mit einem LKW und Sperrgittern gesichert ist und dann davor noch ein Streckenposten mit Warnweste und roter Warnfahne stehen muss, dann fragt sich der Betrachter schon nach dem Sinn.

„Wir müssen das tun, weil sonst bei weniger massiv gesicherten Absperrungen die Autofahrer die Baken beiseite räumen und nicht wieder aufstellen nach dem Passieren“, erläutert der Chef des Ordnungsamtes, Artur Singer. Und die Aussage eines Streckenpostens gibt ihm da absolut recht: „Sobald ich die Warnweste anhabe und möglichst noch Stöpsel im Ohr, werde ich ernst genommen und die Autofahrer reagieren zurückhaltend.

Auf alle Fälle wurde der wumboR-Lauf 2018 trotz erheblicher Bedenken und großer Sorgen im Vorfeld zur rundherum gelungenen Sache – sieht man mal von Sachen wie dem in der Wingertstraße eigens gesetzten und wieder einmal entwendeten Schild und mutwillig veränderten Richtungspfeilen, die leider auch Läufer in die Irre führten, ab. Auch der Bericht des DRK liest sich positiv. Außer ein paar Heftpflastern auf Kinderknien, Blasen und einem rasch behobenen Kreislaufproblem gab’s keine großen Sorgen. (chz)

Quelle: op-online.de

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