Wunsch nach Oma und Opa

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Junge und Ältere konnten beim Generationenfest der evangelischen Kirchengemeinde vieles gemeinsam tun - Singen und Malen waren nur einige der zahlreichen Angebote.

Ober-Roden ‐ An der Staffelei kam keiner unbemerkt vorbei, das „Generationengemälde“ stand taktisch klug am Eingang. So beteiligten sich dann auch fast alle Besucher des Generationenfestes der evangelischen Kirchengemeinde an dem Gemeinschaftsprojekt. Von Sascha Eyßen

Kinder und Jugendliche griffen ebenso zum Pinsel wie die Eltern- und die Großeltern-Generation. Das Gemälde, das sicher einen Ehrenplatz im Gemeindezentrum erhalten wird, stand symbolisch für das Thema des Nachmittages. Trägt doch das erste Projekt der Gemeinde-Stiftung „lebens-t-räume“ den Titel „Generationenpartnerschaft“. „Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, so schnell nach der Stiftungsgründung ein erstes Projekt ins Leben zu rufen“, meinte Pfarrer Oliver Mattes. „Da unsere Kirchengemeinde mit den Stadtteilen Ober-Roden, Waldacker und Messenhausen eine unglaubliche Vielfalt abbildet, war relativ schnell klar, dass wir etwas für alle Menschen, für alle Generationen tun wollen.“

Gemeindepädagoge Frank Daxer, der bei der Generationenpartnerschaft die Leitung inne hat, erläuterte in einem kurzen Vortrag die Ziele. Das zunächst auf zwei Jahre befristete Projekt soll Senioren und junge Familien zusammenführen.

Sonntagsausflüge, Spielen oder Kochen

„In unserer Gemeinde leben viele junge Familien, die zugezogen sind und oft weit weg von den Großeltern oder anderen Verwandten wohnen“, erläuterte Daxer. „Für diese Familien wünschen wir uns Großeltern-Erlebnisse.“ Auf der anderen Seite gebe es viele ältere Menschen, die sich oft allein gelassen fühlen und den gesellschaftlichen Kontakt nicht verlieren wollen. Diese beiden Generationen gelte es zusammenzubringen.

Gemeinsame Aktivitäten wie etwa Sonntagsausflüge, Spielen oder Kochen sind genauso so denkbar wie der Erfahrungsaustausch in Gesprächen zwischen Jungen und Alten oder ehrenamtliches Engagement füreinander (beispielsweise auf Kinder aufpassen, Einkäufe und Besorgungen erledigen).

Junge und Ältere konnten beim Generationenfest der evangelischen Kirchengemeinde vieles gemeinsam tun - Singen und Malen waren nur einige der zahlreichen Angebote.

Nach besagten zwei Jahren soll dann Bilanz gezogen und über eine Fortsetzung entschieden werden, so Frank Daxer. „Wichtig ist, dass Offenheit, Vertrauen und die Wertschätzung füreinander vorhanden ist.“ Interessenten können sich an Frank Daxer wenden. Dieser wird dann mit seinen Mitstreitern aus der Arbeitsgruppe versuchen, die unterschiedlichen Wünsche zu koordinieren und steht auch mit Rat und Tat zur Seite.

Dass Menschen unterschiedlicher Generationen gut miteinander arbeiten und dabei auch noch Spaß haben können, bewies der eigens für das Fest gegründete Generationenchor. Die Sängerinnen und Sänger ganz unterschiedlichen Alters bekamen für ihren Auftritt viel Applaus. Zu mehr als die Hälfte bestand die Gruppe aus Mitgliedern der „SingKids“ der Gemeinde, die sich zum Fest erwachsene Begleiter gesucht hatten.

Auch die restlichen Angebote ermöglichten Jung und Alt ein lebendiges Miteinander. An verschiedenen Kreativstationen konnten sich die Besucher unter anderem Hüte basteln. Brett- und Videospiele standen genauso auf dem Programm wie Malarbeiten oder eine Runde Tischfußball.

Quelle: op-online.de

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