Rödermark

Zeitung statt Mais

Rödermark - (lö) Allen Unkenrufen zum Trotz hat die Zeitung Zukunft, die Kommunalen Betriebe Rödermark (KBR) haben ihr eine zentrale Rolle bei der Entsorgung des Biomülls zugedacht.

Der darf nämlich nur in Zeitungen eingewickelt werden, bevor er in die braune Tonne wandert. Die als kompostierbar deklarierten Beutel aus (Mais-)Stärke haben darin nichts verloren.

Die Begründung hätte kein Büttenredner schöner schreiben können: „... können bei einer Sichtkontrolle bei der Abholung ... nicht eindeutig von sonstigen Kunststoffen unterschieden werden“. In Rodgau haben sich Müll-Detektive des Entsorgungsunternehmensbei einer Kontrolle bis auf den Boden einer 120-Liter-Tonne durchgewühlt. Und die Kollegen in Rödermark sollen nicht einmal zweierlei Tüten auseinander halten können? Wer hat die denn geschult?

Mal im Ernst: Da freuen sich KBR-Chef Wolfgang Mieth und Erster Stadtrat Alexander Sturm zu Recht über die hohe Akzeptanz der Biotonne, und dann ersticken sie auf Druck ihres Entsorgers jeglichen Elan. Vielleicht sollten sie dem mal sagen, dass Zeitungen zwar Transparenz in Wirtschaft und Politik schaffen. Aber ihr Papier ist weit weniger durchsichtig als die beanstandeten Beutel und eignet sich viel besser als die zum Verstecken obskurer Abfälle.

Quelle: op-online.de

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