Die Zitrone weiter ausgequetscht

Rödermark (lö) ‐ Die Andere Liste hat zehn Anträge zum Haushalt 2011 gestellt. Sie sollen den Etat um knapp 650 000 Euro entlasten. Ursprünglich hatte die AL für einen Doppelhaushalt 2011/2012 plädiert, den die neue Stadtverordnetenversammlung verabschieden sollte.

Doch da CDU und SPD, die Finanzen noch vor der Kommunalwahl geklärt haben wollten und bereits Ende Januar ihre Sparvorschläge präsentierten, stieg jetzt auch die AL mit eigenen Ideen in die Diskussion ein. „Aus der viel zitierten ausgequetschten Zitrone haben wir noch etwas herausgepresst“, machte der Fraktionsvorsitzende Stefan Gerl deutlich, dass auch die AL die befürchtete Finanzlücke von fast neun Millionen Euro nicht schließen kann.

Die AL ist der Ansicht, die Stadt verkauft ihre Gewerbegrundstücke zu billig. Nach dem Abzug der Erschließungskosten bliebe pro Quadratmeter nur noch ein Reingewinn von 20 Euro übrig. Geht es nach der AL, kostet der Quadratmeter städtisches Industrieland künftig 150 statt 100 Euro. Das bringe der Stadt dieses Jahr Mehreinnahmen von 200 000 Euro und hebe den Verkaufspreis auf das Niveau umliegender Kommunen.

Umwelt und Stadtkasse entlasten will die AL durch zusätzliche Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden. Auf den Dächern der Halle Urberach, des Feuerwehrhauses Urberach, der neuen Berufsakademie, des Rathauses Urberach, von Badehaus, Kulturhalle und etlichen weiteren Immobilien könnte Strom aus Sonnenlicht gewonnen und ins Netz eingespeist werden. 20 000 Euro soll das noch dieses Jahr bringen. Der Haushalt 2011 wird am 15. und 16. März ab 19 Uhr in Urberach beraten.

Quelle: op-online.de

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