Noch zwei neue Minikindergärten

Rödermark (lö) - Die 35-Prozent-Quote bei der Kleinkinderbetreuung, die die Kommunen bis 2013 erfüllen müssen, ist nach Ansicht des Ersten Stadtrats Alexander Sturm (CDU) allenfalls ein theoretischer Wert.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung wolle damit ihre Zuschusspflichten deckeln. Sturm geht davon aus, dass mittelfristig 80 Prozent der Kinder unter drei Jahren in einer so genannten U3-Einrichtung betreut werden. Schließlich hätten die Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz.

Die Stadt baut derzeit in der Carl-Zeiss- und in der Bruchwiesenstraße zwei Minikindergärten mit jeweils 30 Plätzen. Sie sollen am 1. März beziehungsweise am 1. April 2012 eröffnet werden. Darüberhinaus haben die Kommunalen Betriebe Rödermark (KBR) in ihrem Wirtschaftsplan Geld eingestellt, um 2013 und 2014 weitere U3-Kindergärten in Betrieb nehmen zu können. Das müssen nach Ansicht Sturms nicht einmal echte Neubauten sein: Für ihn ist auch die Renovierung bestehender Immobilien eine billigere Alternative zu den Neubauten, die mit jeweils 950. 000 Euro zu Buche schlagen.

Freie Träger gesucht und gefunden

Würde die Stadt einen solchen Minikindergarten selbst betreiben, würde sie das pro Jahr rund 320.000 Euro kosten. Der Magistrat hat deshalb für die Einrichtungen in der Carl-Zeiss- und in der Bruchwiesenstraße freie Träger gesucht und gefunden. In Ober-Roden steht der Verein für Erziehungs- und Familienfragen schon länger als Partner fest. Im Urberacher U3-Kindergarten kommen die Johanniter zum Zuge.

Das hat der Magistrat Anfang dieser Woche entschieden. „Die Johanniter haben in der Summe das günstigste Angebot abgegeben“, erklärte Sturm und meinte nicht nur die finanzielle Seite. Für die Johanniter spräche zum Beispiel auch die Erfahrung auf diesem Gebiet: Im Breidert betreiben sie den U3-Kindergarten „Sonnenburg“ mit 24 Plätzen.

Die Stadt unterstützt den neuen Johanniter-Minikindergarten ab April mit 216.000 Euro jährlich. Obwohl in dieser Summe auch die Abschreibung des Gebäudes enthalten ist, spart die Stadt also im Vergleich zu einer kommunalen Trägerschaft gut 100.000 Euro.

Mitte nächsten Jahres gibt es in Rödermark dann 192 U3-Betreuungsplätze: 163 in Tagesstätten und 29 bei Tageseltern. Das entspricht bei 666 Kindern einer Quote von 28,8 Prozent

Quelle: op-online.de

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