Zweite Niederlage im Kreuzstreit

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Urberacher Kreuzstreit: Das Landgericht Darmstadt lässt die Klage mangels Erfolgsaussichten nicht zu.

Urberach ‐ Im Urberacher Kreuzstreit hat Klaus Braungart seine zweite Niederlage vor Gericht erlitten. Das Landgericht Darmstadt ließ das Berufungsverfahren mangels Erfolgs-Chancen erst gar nicht zu. Von Michael Löw

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Braungarts Anwalt Hubert Ley wollte mit einer Berufsklage das Urteil des Landgerichts Langen kippen. Um was geht‘s beim Urberacher Kreuzstreit? Das Landgericht Darmstadt hätte die Berufung im Urberacher Kreuzstreit nicht zugelassen. Die Klage von Klaus Braungart gegen seine Nachbarn Johann und Helga Müller habe keine Aussicht auf Erfolg, erklärte die 21. Zivilkammer. Daraufhin zog Braungarts Anwalt Hubert Ley die Berufung zurück.

Die Kammer unter Vorsitz des Landgerichtspräsidenten Günter Huther hat - wie schon das Amtsgericht Langen im Februar - ausschließlich nach formalen Gesichtspunkten geurteilt. Vorm Einreichen einer Klage hätte Braungart den Nachbarschaftsstreit vor den Urberacher Schiedsmann bringen müssen. Das habe er aber erst getan, als er das Amtsgericht schon eingeschaltet hatte.

Rechtsstreit noch nicht vorbei

Der Urberacher Kreuzstreit, der durch die ZDF-Drehscheibe bundesweit bekannt wurde, hatte im Frühjahr 2009 begonnen. Klaus Braungart hatte das Kreuz aus schweren Eichenbalken an die Wand seiner Scheune in der Bachgasse gehängt. Sehen konnte man es aber nicht von seinem Grundstück aus, sondern nur von dem der Müllers und von der Straße aus.

Der Rechtsstreit um die 1,40 Meter große Holzkonstruktion ist mit der Entscheidung aus Darmstadt aber wahrscheinlich noch nicht vorbei. Klaus Braungart wollte sich gestern aber gegenüber unserer Mediengruppe nicht äußern und verwies auf seinen Anwalt Hubert Ley.

Quelle: op-online.de

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