Stadt entscheidet über Verkauf

Zwölf Angebote für den Bahnhof Ober-Roden 

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Der Bahnhof in Ober-Roden.

Ober-Roden (lö) - Ein Dutzend Geschäftsleute will den Ober-Röder Bahnhof kaufen. Ihre Pläne: Büros, Gastronomie und Wohnräume. Noch dieses Jahr will die Stadt entscheiden, wer den Zuschlag bekommt.

Die zwölf Angebote sind das Ergebnis eines zweiten Ausschreibeverfahrens, das der Magistrat auf Antrag des Stadtparlaments im Sommer gestartet hatte. Ein erster Verkaufsversuch war Anfang Juni geplatzt. Rund zweieinhalb Jahre hatte der Magistrat mit der Ober-Röder Steuerberatungsgesellschaft Contrust verhandelt; die Gespräche scheiterten auf der Zielgeraden am Denkmalschutz und daraus resultierenden Mehrkosten. Beide Parteien machten sich gegenseitig für das Scheitern verantwortlich.

Der Knackpunkt vom Sommer ist inzwischen wohl keiner mehr. „Alle Sanierungskonzepte werden mit der Denkmalbehörde abgestimmt“, erklärte Bürgermeister Roland Kern auf Anfrage unserer Zeitung.

Unter den potenziellen Investoren

Unter den potenziellen Investoren sind nach Auskunft des Verwaltungs-Chefs Architekten, Projektentwickler, Gastronomen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Anwälte und Sammler. Alle Entwürfe entsprächen den Vorgaben aus der Politik. Die hatte am 26. Juni außer dem Nutzungskonzept auch eine Richtlinie beim Preis für das eigentliche Bahnhofsgebäude plus 250 Quadratmeter Freifläche für Parkplätze vorgegeben: jene rund 68.000 Euro, die Contrust gezahlt hätte.

Wer Interesse bekundet hat, wollte Kern nicht näher erläutern. Fastfood-Ketten wie Mc Donalds, Burger- King oder Subways hätten aber keine Angebote abgegeben, beruhigte er die Freunde gesunder Kost.

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Der Bürgermeister will nach Absprache mit den Fraktionen drei oder vier Bewerber in die engere Wahl nehmen. Eine Entscheidung sollte seiner Ansicht nach in der Stadtverordnetensitzung am 13. November getroffen werden. Nur so könne die Stadt bei der Vorplatz-Gestaltung und den Parkplätzen nördlich des Bahnhofs im Zeitplan bleiben. Das Land hat seinen Zuschussbescheid für den Dezember angekündigt. Dann hat die Stadt vier Monate Zeit, um mit dem Bau zu beginnen.

Quelle: op-online.de

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