Zwölf Zirkel zum Pieksen der Nachbarn

+
Rektor Jochen Zeller, Stufenleiter Ulrich Vogel und Stadtverordnetenvorsteher Jörg Rotter ehrten zahlreiche Schüler für ihr soziales Engagement.

Ober-Roden (chz) - Der Ferienbeginn ist für die Neunt- und Zehntklässler der Nell-Breuning-Schule zugleich der Schritt in einen neuen Lebensabschnitt. 238 Jugendliche erhielten am Mittwochnachmittag die Abschlusszeugnisse der Mittelstufe.

Stufenleiter Ulrich Vogel, der Ende den Jahres in den Ruhestand geht, erinnerte in seiner Abschiedsrede an einige seine 26 bisher gehaltenen Reden, die noch immer Gültigkeit haben – Vergleiche der Schüler mit Stuntmen, Erinnerungen an die eigene Schulzeit, die Fünf-Minuten-Intervalle (die genau zum benachbarten Supermarkt und zurück reichen), die umfassende statistische Erhebung etwa über die Menge der Verbrauchsgüter in zehn Schuljahren (als da im Schnitt wären 300 Hefte, 19 Geodreiecke und 12 Zirkel, die überwiegend bei der Akupunktur des Nachbarn kaputt gingen). Nicht nur an dieser Stelle bekam der beliebte Stufenleiter heftigen Applaus.

239 Schülerinnen und Schüler wurden entlassen - 29 junge Menschen nach der neunten Klasse, 219 nach der zehnten Klasse. Neun Jugendliche haben keinen Abschluss geschafft, wie Rektor Jochen Zeller bestätigte. Sie hätten jedoch alle gute Perspektiven, durch eine berufsvorbereitende Schule den Hauptschulabschluss nachzuholen. Für die Stadt gratulierte Parlamentsvorsteher Jörg Rotter den Abgängern und erinnerte sich seiner eigenen Zeit an der NBS: „Bei uns gab's keine Klasse 10h, damals war bei 10d Schluss – da zeigt sich die positive Entwicklung der Schule!“ Und auch er lobte: „Herr Vogel, Sie sind noch genauso cool wie vor zehn Jahren!“

„Erwachsenwerden geht nicht von heute auf morgen“

Im Namen von Bürgermeister Roland Kern ehrte Rotter aus jeder Klasse einen Schüler oder eine Schülerin , die von der Klasse selbst ausgesucht worden waren. Es war ein öffentliches Dankeschön für intensive soziale Leistungen, für Ämter als Klassen- oder Stufensprecher und für organisatorische Begabungen, mit denen sie der Klasse geholfen hatten. Aus dem neunten Jahrgang ist dies Michelle Menzel, aus dem zehnten Jahrgang sind es Marco Schwarz, Lisa Wilzbach, Michelle Dähler, Julian Dagistan, Nicole Schlesinger, Laura Krahl, Romeel Gondal und Pierre Beckmann.

Die Zehntklässlerinnen Anna Lena Ohnesorge und Tanja Mahuletz fassten die durchlebten Jahre zusammen - überraschend ehrlich, wenn’s um die Angst vor Prüfungen etwa geht, und anerkennend, dass ihr Umfeld ihnen sehr geholfen hat: „Denn Erwachsenwerden geht nicht von heute auf morgen! Doch jetzt nehmen wir unser Leben wieder ein Stück mehr selber in die Hand.“

Humervoller Abschied

Humorvoll und ebenfalls sehr offen nahmen die Lehrer Markus Schunck und Achim Wieger Abschied von ihren und allen Abschlussklassen. Mit viel Musik – der Eurosong-Gruppe der NBS, Dennis Folladore am Saxofon und Alper Bastiyali am Klavier – ging's dann doch in die verdienten Ferien.

Am Abend zuvor hatten die neunten und zehnten Klassen ihren Abschluss gefeiert. Mit allem, was zu einer hollywood-reifen Party gehört: ein goldener Oscar und ein ellenlanger roter Teppich zum stilvollen Einmarsch, bei dem sich alle Gäste anerkennend erhoben, großes Starfoto, goldfarbenem Tischschmuck und mit einem sehr fröhlichen und abwechslungsreichen Bühnenprogramm – teils in Erinnerungen auf sechs oder sieben Jahre Nell-Breuning-Schule, teils vorausschauend auf ein Klassentreffen anno 2032.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare