Sommersingen

Bayreuth - Während auf dem Grünen Hügel die Aufregung über den allzu kopflastigen „Tannhäuser“ allmählich abklingt, ist im restlichen Bayreuth längst der Festival-Alltag eingekehrt. Mal abgesehen vom 125. Todestag des Wagner-Schwiegervaters und Klavierkomponisten schlechthin, Franz Liszt. Von Klaus Ackermann

Der in Bayreuth verstorbene Tasten-Zar wird in einer Ausstellung geehrt, die auch den Frauenheld nicht verschweigt. Während die Weimarer Musikhochschule Franz Liszt das Gedenken konzertant rahmt, gab es im Bayreuth nahen Unterwaiz vorm Gasthaus Vogel das „Sommersingen“. Vier Chöre erwärmten bei kühler Witterung. Statt „Wachet auf“ aus Wagners „Meistersinger“ machte der „Kleine grüne Kaktus“ munter.

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Wie überhaupt ein Thema zum Aufreger der Woche wurde, dass mit Kultur nur im weitesten Sinne etwas zu tun hat: Imbissbuden haben ihre Preise fürs kulinarische Fränkische Aushängeschild, die Bratwurst, erhöht. Um bis zu 20 Cent. Grund dafür sei der Mangel an Därmen, traditionell das Gebrät umhüllend, heißt es. Das war zu befürchten – auch in Bayreuth kommt das Fressen vor der Hochkultur.

Quelle: op-online.de

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