Stücke für die Allerkleinsten

„Kinder haben ein Recht auf Bildung“, postuliert Gordon Vajen, Intendant vom Frankfurter Theaterhaus in der Schützenstraße. Und das in der neuen Spielzeit sogar für die Allerkleinsten ab 18 Monaten, die spielerisch frühkindliche Bildung erfahren sollen. Von A.Biesemeier

So werden im März 2010 Florschütz und Döhnert mit „Rawums“ zu sehen sein, das mit dem renommierten Berliner Kinder- und Jugendtheaterpreis Ikarus ausgezeichnet wurde.Melanie Florschütz selbst wird im Juni 2010 ein Stück für die Allerkleinsten mit dem Theaterhaus Ensemble inszenieren. Und ebenfalls für Kleinkinder wird in Kooperation mit dem Mousonturm das Tanztheaterstück „Ich sehe was, was du nicht siehst“ von Célestine Hennermann im November und voraussichtlich im Februar zu sehen sein.

Kindern und Jugendlichen wird wie gewohnt mit ambitionierten Stücken und Projekten in die Gefühls- und Gedankenwelt geschaut. Klimawandel und Sexualität, Selbstbewusstsein und Identität sind einige der Themen. Am 8. September um 19 Uhr beginnt die Spielzeit mit einem Fest, bei dem Schauspieler das Programm musikalisch und szenisch vorstellen.

Die erste Premiere bestreitet das Theater Tatze mit seinem Figurentheater für die ganze Familie „Doktor Leo Löwenherz“ (6. September 15 Uhr – ab vier Jahren). In dem Stück, in dem es um Kranksein und Gesundsein geht, operieren zwei Kinder, die Ärzte werden wollen, an Stofftieren. Allerdings erwacht ausgerechnet ein Stofflöwe zum Leben.

Ein Schauspiel über Chatrooms und sexuelle Gewalt

Ein Schauspiel über Freundschaft und Vertrauen, Verrat und sexuelle Gewalt im Zeitalter von Internet und Chatrooms steht mit „Tabu“ von Tom Lycos und Stefo Nantsou auf dem Programm (Premiere der Deutschsprachigen Erstaufführung: 1. Oktober, 19 Uhr – ab 14 Jahren).

Zwei 14-jährige Freundinnen haben sich beim chatten mit zwei Jungs verabredet. Beim Treffen kommt es zur Vergewaltigung. Es sei „kein einfaches Stück“, doch verspricht Vajen, dass es durch „witzige und böse Dialoge“ dennoch „schnell und fröhlich“ sei. Märchentheater in englischer Sprache gibt es ab dem 11. November mit dem Theater Grüne Soße und „Little Klaus, Big Klaus“, frei nach dem Andersen-Märchen „Der kleine Klaus und der große Klaus“, für Kinder ab 6 Jahren.

Für die neue Spielzeit sucht das Theaterhaus noch Paten-Klassen, die den Probenprozess bis zur Premiere begleiten. Die Höhe der Eintrittspreise bleibt unverändert.

Quelle: op-online.de

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