Vor der Landtagswahl

Attacke auf AfD-Wahlkampf in Baden-Württemberg: Mann verletzt - Angreifer aus „Antifa-Szene“

Wahlkampf in Baden-Württemberg: Ein Mann hält das AfD-Wahlprogramm in die Kamera.
+
Wahlkampf in Baden-Württemberg: Ein Mann hält das AfD-Wahlprogramm in die Kamera.

15 bis 20 Menschen haben einen Wahlkampf-Stand der AfD angegriffen. Ein Parteimitglied muss ins Krankenhaus. Die Angreifer sind wohl der Antifa-Szene zuzuordnen. Noch ist aber vieles unklar.

Schorndorf - Mehrere Menschen haben am Samstag offenbar einen AfD-Stand zur Landtagswahl in Baden-Württemberg* zerstört und ein Parteimitglied verletzt. Die Angriffe seien auf dem Marktplatz in Schorndorf aus einer Gruppe von 15 bis 20 Menschen heraus erfolgt, teilte die Polizei mit. 

Wahlkampf in Baden-Württemberg: Angriff auf AfD-Stand in Schorndorf - Angreifer aus „Antifa-Szene“

Die Beamten hätten die Menschen wegen Fahnen und Spruchbändern der Antifa-Szene zuordnen können. Fünf Beteiligte im Alter zwischen 18 und 25 Jahren seien vorläufig festgenommen und befragt worden. Ob die Verdächtigen ausgesagt haben, war zunächst unklar. 

Die Gruppe sei am Samstagvormittag auf den Marktplatz gekommen, auf dem sich Informationsstände verschiedener Parteien befanden, so ein Polizeisprecher. Ersten Angaben zufolge hätten die Angreifer ein 36 Jahre altes AfD-Mitglied zu Boden gerissen und geschlagen. Der Mann sei mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden. Zu dem Vorfall werde ermittelt. Weitere Informationen soll es nach Angaben einer Polizeisprecherin vom Sonntag erst am Montag geben. Zuvor hatte die Stuttgarter Zeitung berichtet.

AfD vor Landtagswahl in Baden-Württemberg: Landesvize sieht Attacke als neuen „Tiefpunkt“

Der stellvertretende Landesvorsitzende der AfD, Markus Frohnmaier, verurteilte die Tat. Der Angriff sei der bisherige Tiefpunkt des Landtagswahlkampf. Während in der Vergangenheit überwiegend Plakate und Infomaterialien beschädigt worden seien, richte sich die Gewalt mittlerweile gezielt gegen die Kandidaten, erklärte Frohnmaier.

Am Wochenende kam es Medienberichten zufolge auch noch zu einem zweiten Vorfall in Zusammenhang mit dem AfD-Wahlkampf in Baden-Württemberg. Die Polizei sprach laut Reutlinger Generalanzeiger von „Übergriffen mehrerer Personen auf den AfD-Infostand“ in der Stadt Reutlingen. Nach Darstellung der AfD hatten mutmaßliche „Linksextremisten“ versucht, den dortigen Wahlkampf-Stand zu „umzingeln“. Nach Angaben der Polizei wurden zunächst aber „keine strafbaren Handlungen bekannt“.

In dem Bundesland wird am 14. März ein neuer Landtag gewählt*. (dpa/fn) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare