Auseinandersetzungen in Kairo gehen weiter

Kairo - Auch am Mittwoch ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Demonstranten in der ägyptischen Hauptstadt Kairo gekommen. Die Zahl der Toten steigt.

Die Straßenschlachten konzentrierten sich auf die Gegend um das hochgesicherte Innenministerium nahe dem Tahrir-Platz. Zuvor hatten zehntausende Demonstranten Zugeständnisse des regierenden Militärrats für einen schnelleren Übergang zur Demokratie in Ägypten abgelehnt. Sie fordern einen sofortigen Rücktritt von Militärchef Hussein Tantawi und die Machtübergabe an eine zivile Übergangsregierung.

Krawalle in Ägypten gehen weiter

Neue Krawalle in Ägypten: Tote und Verletzte

Demonstranten skandierten in der Nacht zum Mittwoch “Verschwinde, verschwinde!“ in Richtung von Feldmarschall Tantawi. Der Militärrat hatte am Dienstag seine Bereitschaft zu einem Referendum über die Aufgabe der Macht und die Vorverlegung der Präsidentschaftswahl angekündigt. In einer Fernsehansprache wies Tantawi aber gleichzeitig Kritik am Verhalten der Militärregierung während der Übergangsperiode zurück.

Unterdessen stieg die Zahl der Toten bei den seit fünf Tagen andauernden Unruhen laut Menschenrechtsaktivisten auf 38. Das ägyptische Gesundheitsministerium hatte zuvor von 29 Toten gesprochen.

dapd

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