Reform der EU-Agrarpolitik

Was den Bauern blüht

Es geht um viel Geld: Derzeit sind die Fördertöpfe der EU-Agrarpolitik jährlich mit 56 Milliarden Euro gefüllt. Drei Jahre noch – aber 2014 beginnt eine neue Förderperiode, und die Karten werden neu gemischt. EU-Agrarkommissar Ciolos hat sich ein wenig in die Karten schauen lassen. Grüner und gerechter soll die Agrarförderung werden. Von Claudia Möllers

Doch in den verdeckten Spielkarten vor ihm auf dem Tisch stecken noch viele Unbekannte. Wie hoch wird insgesamt der EU-Haushalt sein? Diese Frage ist längst nicht geklärt. Und erst dann wird man über den Umfang des Agrarbudgets reden können. Und erst dann beginnen Zahlenspiele über die Höhe von Direktzahlungen.

Grüner und gerechter könnte nach den Plänen des rumänischen Agrarkommissars für die deutschen Bauern bedeuten: Es gibt weniger Geld und noch mehr Auflagen. Die Landwirte hierzulande, die schon seit Jahren ihre Hausaufgaben bei der Umsetzung der letzten Reformen gemacht haben, wären die gekniffenen. Hier, wo Umwelt- und Naturschutzstandards europaweit am besten umgesetzt wurden, sollen sich die Bauern mit noch mehr Bürokratie herumschlagen? Gerecht ist das nicht. Hier sollte Ciolos lieber darauf pochen, dass die übrigen Staaten endlich nachziehen.

Ein Lob gebührt ihm aber für den Vorschlag, für große Agrarbetriebe eine Obergrenze bei Fördermitteln einzuziehen. Das ist eine sinnvolle Umverteilung. Insgesamt kann man zu Ciolos Plänen sagen: Der Kampf beginnt.

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Quelle: op-online.de

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