Brüderle: Will er Rösler stürzen?

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Rainer Brüderle stahl Philipp Rösler die Show.

Berlin - Auf dem FDP-Parteitag begeisterte Rainer Brüderle mit seiner Kampfansage - und ließ Philipp Rösler blass aussehen. Nun sprach er über seine Ambitionen auf den Parteivorsitz.

Im ARD-“Morgenmagazin" sagte FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle, er strebe keine Bewerbung als Parteivorsitzender an. “Wir sind ein Team, wir arbeiten zusammen.“ Es gehe darum, dass die FDP wieder stärker werde. Er habe nicht die Absicht, sich für “irgendetwas zu bewerben“, sagte er auf eine entsprechende Frage. Er sei Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. Das sei eine “schöne Aufgabe“.

Er habe auf dem FDP-Parteitag in Karlsruhe eine “Motiviationsrede“ gehalten, sagte Brüderle, der von den Delegierten bejubelt worden war. Für die anstehenden Landtagswahlen habe es auch “emotionale Impulse“ gebraucht. Parteichef Philipp Rösler habe hingegen das Grundsatzprogramm eingeführt und Hintergründe erläutert.

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FDP-Generalsekretär Patrick Döring warnte derweil davor, in die Begeisterung für Fraktionschef Rainer Brüderle auf dem Parteitag und den vergleichsweise bescheidenen Applaus für den Parteivorsitzenden Philipp Rösler zu viel hineinzuinterpretieren. Rösler habe die Aufgabe, die “lange Linie“ aufzuzeigen, sagte Döring am Montag im Bayerischen Rundfunk. Es sei klar, dass die eher grundsätzlich angelegte Rede des Parteichefs auch eine unterschiedliche Resonanz hervorrufe.

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Brüderle hingegen sei jemand, der “an die liberale Seele appelliert“ und habe deutlich gemacht, dass die FDP stolz sein könne auf ihre Verdienste im Bund. Weil die öffentliche Wahrnehmung diesen Stolz nicht vermittle, tue es gut, dies dokumentiert zu bekommen.

Döring war auf dem Karlsruher Parteitag am Wochenende mit nur 72 Prozent zum Generalsekretär gewählt worden. Es könne in schwieriger Zeit nicht überraschen, dass der Generalsekretär auch zum Blitzableiter werde. Das Ergebnis belaste ihn nicht, machte Döring klar.

dapd

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