Brüderle schlägt "Pakt für Frauen" vor

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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP)

Düsseldorf - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) schlägt im Streit um die Frauenquote eine freiwillige Vereinbarung zwischen Politik und Wirtschaft vor.

“Anstelle einer staatlichen Frauenquote oder einer verordneten Freiwilligkeit schlage ich einen partnerschaftlichen Weg vor“, sagte Brüderle der “Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Es müsse ein Weg gemeinsam mit den mittelständischen und großen Unternehmen in Deutschland gefunden werden. “Deshalb werde ich mit den Wirtschaftsverbänden in einen intensiven Dialogprozess eintreten und für einen Pakt für Frauen in Führungspositionen werben.“

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und Frauenministerin Kristina Schröder (beide CDU) hatten in den vergangenen Tagen über Möglichkeiten gestritten, den Frauenanteil in der Wirtschaft per Gesetz zu erhöhen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schloss am Mittwoch eine gesetzliche Quote aus.

Die Bundesregierung: Merkel und ihre Minister

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CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe forderte FDP und CSU auf, sich für eine flexible Frauenquote in der Wirtschaft einzusetzen. Im Koalitionsvertrag hätten sich Union und FDP gemeinsam zum Ziel bekannt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen maßgeblich zu erhöhen. “Nun sind alle Koalitionspartner aufgefordert, sich dem Thema unvoreingenommen anzunähern“, sagte Gröhe dem “Hamburger Abendblatt“ (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht. Der Vorschlag, mit einer gesetzlichen Pflicht zur Selbstverpflichtung selbst festgelegte Frauenquoten bei Aktiengesellschaften zu bekommen, gehe in die richtige Richtung, sagte Gröhe und stellte sich damit hinter das Konzept von Frauenministerin Schröder.

dapd/roy

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