Skurrile Plakate aus der Vergangenheit

Wahlkampf kurios: Popo-Poster und Wulff-Wars

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Oh la la: Mit diesem Wahlplakat wollten die Grünen eigentlich für lesbische Liebe und Toleranz werben. Das ging ordentlich in die Hose.

Berlin - Popo-Poster und Wulff-Wars: Wenn Parteien im Wahlkampf besonders originell sein wollen, wird es manchmal richtig peinlich. Gut zu sehen an einigen Plakaten aus der Vergangenheit.

Fangen wir mit der Popo-Geschichte an. Klingt obszön, war es auch durchaus. Die Grünen setzten 2009 in Kaarst bei Düsseldorf alles auf eine Karte - oder besser gesagt: auf einen Hintern, einen schwarzen Hintern. Ihr Wahl-Plakat sollte provozieren, indem es gleich mit mehreren Tabus im seriösen Politikgeschäft bricht. Die Sonnenblumen-Partei will zeigen: Wir sind wirklich offen für alles - mit verschärften nackten Tatsachen.

Oh la la: Weiße Frauenhände auf schwarzem Frauenhintern

Das gab es auf dem Foto zu sehen: Weiße Frauenhände schmiegen sich um einen schwarzen - Vorsicht, jetzt wird's anstößig - FRAUENpopo. Oh la la!

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Der freche Spruch: "Der einzige Grund, schwarz zu wählen". Die Ansage ist klar, das geht gegen die CDU. Doch was soll all das andere Zeug? Versuchen wir eine Interpretation: Die Grünen haben kein Problem mit der Hautfarbe oder interkulturellen Beziehungen. Und schon überhaupt gar nicht mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Inwieweit der Spruch passt...wurscht. Hauptsache, provozieren und für Toleranz werben. Und den Schwarzen - also der CDU- eins reinwürgen.

Das ging aber voll nach hinten los. Sexistisch, schrien Feministinnen. Rassistisch, schimpften Menschenrechtler. Das Plakat war sogar in der eigenen Partei umstritten. Die Grünen waren fassungslos. Ausgerechnet sie, die Toleranz-Partei. Sie versuchten, den Schaden klein zu halten und hängten die Plakate wieder ab. Die Schwarzen lachten sich ins Fäustchen.

Die kuriosesten Wahlplakate aller Zeiten

Die kuriosesten Wahlplakate aller Zeiten

Das wohl kurioseste Wahlplakat der Geschichte hing 2005 in Niedersachsen. Wahlkampf wie von einem anderen Stern: Die "Wulff-Wars" waren ausgebrochen. Der damalige Ministerpräsident Christian Wulff wurde mit seiner Regierungsmannschaft auf einem Pseudo-Filmplakat von "Krieg der Sterne" dargestellt. Die dunkle Seite der Macht. Huuuuu....

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Mit diesem Wahlplakat verspotteten die niedersächsischen Grünen die CDU/FDP-Landesregierung und ihre Haushaltspolitik. Ministerpräsident Christian Wullf und seiner Crew mit Ursula von der Leyen und Hartmut Möllring wurde eine Aufhübschung des Haushaltes vorgeworfen. Mit Schattenhaushalten.

Wer jetzt nun auf der dunklen oder hellen Seite der Macht stand, entschieden dann doch die Wähler und nicht das Laserschwert. Und sie gaben Wulffs Regierungsmannschaft noch eine Chance.

Kathrin Garbe

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