Einsatz in Afghanistan

Kommentar: Deutschland bleibt

Nichts ist gut in Afghanistan.“ Noch immer klingt den hierzulande Verantwortlichen des Afghanistan-Einsatzes das schlichte Urteil einer Ex-Bischöfin in den Ohren. Die pauschale Formel hat die Skepsis in großen Teilen der Bevölkerung noch verstärkt. Sinn und Dauer des Engagements müssen deshalb stets sensibel und abwägend begründet werden. Von Jörg S. Carl

Diesmal tat das der Außenminister, und er legte Wert auf die Fortschritte, die es unzweifelhaft in Afghanistan gibt - erreicht auch durch den inzwischen besser abgestimmten Einsatz deutscher Soldaten und deutscher Entwicklungshilfe. Es gibt Fortschritte in der medizinischen Versorgung, bei der Bildung, bei der politischen Teilhabe.

Gleichwohl ist nicht alles gut in Afghanistan. Korruption, Drogenhandel und Terror konnten nicht eingedämmt werden. Das bedeutet, dass die Unterstützung mit dem Abzug der Kampftruppen nicht enden wird. Die Afghanen brauchen weiter Hilfe, weil die erzielten Erfolge nicht aufs Spiel gesetzt werden dürfen. Die ausgegebene Losung „Übergabe in Verantwortung“ meint deshalb: Deutschland bleibt - auch über 2014 hinaus.

Quelle: op-online.de

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