EU enttäuscht über Klimaverhandlungen

Tianjin - Die Europäische Union ist enttäuscht über die mangelnden Ergebnisse der UN-Klimaverhandlungen im Vorfeld des Gipfels im mexikanischen Cancùn in knapp zwei Monaten.

Bei der sechstägigen Verhandlungsrunde in der chinesischen Stadt Tianjin habe es in wichtigen Bereichen wie bei der Verringerung der Treibhausgase kaum Fortschritte gegeben, klagten EU-Vertreter vor Journalisten. Es gebe eine “sehr große Kluft“ zwischen der bisherigen Übereinstimmung und den gewünschten Ergebnissen in Cancún, sagte EU- Unterhändler Jürgen Lefevere am Samstag.

“Es ist enttäuschend, dass wir nicht die Fortschritte gemacht haben, die wir wollten“, sagte auch EU-Delegationsleiter Peter Wittoeck aus Belgien. UN-Klimachefin Christiana Figueres sprach hingegen davon, dass alle Parteien jetzt “mehr Klarheit“ hätten, was in Cancún erreicht werden könne. Sie äußerte Verständnis für die “Enttäuschung über den multilateralen Prozess“.

Die Aufgabe dürfe nicht unterschätzt werden. An den Gesprächen in Tianjin, die am Samstag zu Ende gehen, nehmen rund 3000 Teilnehmer aus 177 Ländern teil.

dpa

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