Erstmals weniger Empfänger von Grundsicherung

Wiesbaden - Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung ist erstmals gesunken. Zum Ende vergangenen Jahres bezogen 764.000 Personen Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.

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Das waren 1,1 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren. Die Zahl der Empfänger sank um ein halbes Prozent und damit zum ersten Mal seit Einführung der Leistung im Jahr 2003. Am stärksten ging die Zahl in Baden-Württemberg (minus 4,0 Prozent), Sachsen-Anhalt (minus 3,2 Prozent) sowie in Mecklenburg-Vorpommern (minus 2,8 Prozent) zurück.

Das Statistische Bundesamt konnte auf Anfrage keine bestimmten Faktoren angeben, die zu dem Rückgang führten. Der Statistik zufolge sind 2,4 Prozent der Bürger im Rentenalter wegen geringer Einkommen auf eine Grundsicherung angewiesen. Zum bezogen Ende 2009 0,7 Prozent der Bevölkerung im Alter von 18 bis 64 Jahren eine Grundsicherung. Kommunen und überörtliche Träger gaben dafür 2009 rund 3,9 Milliarden Euro aus. Das entspricht einem Anstieg von 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Knapp 55 Prozent waren Frauen.

dapd

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