Gabriel fordert weitere Hilfen für den Osten

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Nach dem Auslaufen des Solidarpakts im Jahr 2019 sollte es nach Ansicht des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel eine weitere Förderung der ostdeutschen Bundesländer geben.

Halle - Nach dem Auslaufen des Solidarpakts im Jahr 2019 sollte es nach Ansicht des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel eine weitere Förderung der ostdeutschen Bundesländer geben. Dabei setzt er auf "neue Formen".

In Regionen, in denen demografischer Wandel und schwache Wirtschaftsstruktur zusammen träfen, würden dann “neue Formen der öffentlichen Förderung“ benötigt, sagte Gabriel der “Mitteldeutschen Zeitung“ (Mittwochausgabe).

Es gehe dort vor allem darum, gute Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen. Ebenso forderte Gabriel eine Angleichung der Löhne und Gehälter in Ost und West: “Wenn wir wollen, dass die Menschen hierbleiben und den Fachkräftebedarf abdecken können, dann brauchen wir faire Löhne. Die Zeiten, in denen im Westen mehr bezahlt wird als im Osten, müssen vorbei sein.“

Sie waren die Chefs der SPD

Sie waren die Chefs der SPD

Zu einer möglichen Koalition mit der Linken nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt äußerte sich Gabriel skeptisch. “Solide Finanzen sind die Grundbedingung für sozialdemokratische Politik, für Investitionen in Bildung und Infrastruktur, in die Städte und Gemeinden. Die Linke mag ja für manches stehen, aber für solide Finanzen ganz gewiss nicht. Die verteilen gern den Kuchen und vergessen, dass man ihn vorher backen muss“, sagte der SPD-Chef.

dapd

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